ZIVILDIENST-SUCKS, und zwar so richtig

Samstag, September 23, 2006

Erster Wochenbericht

Es ist Samstag morgen 15.27 Uhr, ich habe einen Kater und nun nix besseres zu tun als mal wieder einen Bericht zu schreiben.
Gestern habe ich in der Zeit von 21 Uhr bis heute morgens um 3 folgende Alkoholika zu mir genommen:
- 1 Veltins V+ Lemon
- 1 Schöfferhofer Weizen
- 1/3 Flache Belini Sekt
- 1/4 Flasche Berentzen Saurer Apfel
- 1 Whisky-Cola
- 1 Tequila
- 1 Malibu Orange
- 2 Sambuca
- 1 Tequila
- 1 Malibu-Kirsche
- 1 Tequila
- 2 Sambuca
- 1 Veltins V+ Lemon

Man beachte, dass meine Trinkliste mit V+ beginnt und endet.

Nun aber zu meiner eigentlichen Aufgabe.
Ich soll hier ja mal wieder einen Bericht verfassen.
Das werd ich nun mal tun.

Es gab natürlich viele Highlights, die ich natürlich nicht alle aufzählen kann. Somit versuche ich nur die High-Highlights zu beschreiben.
So geschah es zum Beispiel, dass wir dem Fahrer Jürgen in die Bredoullie brachten.
Wir schrieben auf einen leeren Karton das Wort "Jürgeeeen" und legten den Karton auf eine fertig gepackte Palette. Somit wusste Jürgen, dass diese Palette bereits fertig ist und er sie in ein anderes Krankenhaus fahren kann. Das ist sozusagen unser abgemachtes Zeichen.

Er fuhr ins Krankenhaus und lud dort ab.
Er wollte gerade gehen, als eine aufgeregte Schwester hinter ihm her lief.
Schwester:" Warten sie, warten sie. Hier ist ein Karton wo Jürgeeeeen draufsteht."
Jürgen:" Ah. Das haben die Zivis drauf geschrieben damit ich weiss, dass ich die Palette nehmen kann."
Schwester:" Sind sie sich da auch sicher?"
Jürgen:" Ja, bin ich mir."
Schwester:" Aber wo muss ich den Karton jetzt hinbringen?"
Jürgen:" Der Karton is ja leer. Den können sie weg schmeissen."
Schwester:" Sind sie sich echt sicher? Nicht das ich was falsch mache."

Jürgen diskutierte nun einige Minuten mit dieser etwas uncleveren Schwester über die Funktion und den Verbleib dieses ach so wichtigen Kartons.


Am Freitag war Jan übrigens etwas angetrunken zur Arbeit gekommen.
Er hat am Vortag die Moritz-Fiege-Brauerei besichtigt. Dort konnte er sehr viel Bier trinken. Und das auch noch umsonst.
Ein Jan ist aber nicht ein Jan, wenn er sich dann nicht vollkommen zusäuft.
Nun gut, er hatte eine kleine Fahne. Also keine Fahne zum wedeln oder so, sondern eine Alkohol-Fahne.
Ich taufte ihn sogleich auf den Namen "Fahnen-Jan".
Jan kann sich mit diesem neuen Gimmick identifizieren.
Jan hat nun mittlerweile drei Personen in sich selber vereint.
Jan ist auf der einen Seite Jan.
Wenn er betrunken ist, ist er Hulk "The Hulkster" Hogan und wenn er einen Kater hat, ist er ab sofort "Fahnen-Jan".

Da Fahnen-Jan sehr geschlaucht war, übernahm ich einfach mal den Großteil der Arbeit.
Jan hatte eher die Funktion eines kleinen Hündchens, das neben mir her lief.
Wir machten aus, dass ich arbeite und er mich unterhalten müsse.
So tanzte und sang Jan die ganze Zeit neben mir her.
Das war ziemlich lustig.
Wir sahnten am Freitag auf den Stationen auch ordentlich Süßigkeiten ab.
Irgendwelche Schüler-Schwestern hatten Kuchen gebacken und Süßigkeiten bereit gestellt, die wir uns mit beiden Händen griffen und verschlangen. Das Mittagessen war diese Woche eher mittelmässig. Solangsam kommt einem das Essen aus den Ohren raus.
Kartoffeln, Kartoffeln, Kartoffeln. Jeden Tag.

Schwenk-Kartoffeln
Salz-Kartoffeln
Brat-Kartoffeln
Folien-Kartoffeln
Kartoffelpüree
Kartoffel-Ecken
Kartoffel-Röstis

Ich hasse Kartoffeln mehr von Tag zu Tag.
Nun ja.
Da ich mich konzentrieren musste diesen Bericht zu schreiben hab ich jetzt Kopfschmerzen.
Suuuuper.

Ich kann nicht mehr weiter schreiben.
Danke fürs Lesen und bis bald.

Donnerstag, September 21, 2006

Achtundreißigster Arbeitstag

Lieber geehrter Leser,
Auf diesem Wegen möchte ich mich bei dir entschuldigen!
Ich habe nun mehr seit 5 Arbeitstagen keinen Bericht mehr geschrieben.
Aber ich kann dir natürlich auch genau erklären warum.
Da ich natürlich genau erklären kann warum, werde ich das jetzt auch tun.

Erstens: Die Arbeit suckt im Moment einfach nur ohne Ende.
Ich bin froh wenn ich nach Hause komme und Ruhe habe.
Unser über alles geliebter Chef ist im nach wie vor im Urlaub und hat uns alleine gelassen.
Die Vertretungschefin ist aber so scheiße, dass ich ihr jeden Tag mit einem Vorschlaghammer ihre Zähne polieren könnte.

Zweitens: Die Qualität meiner Berichte hat in letzter Zeit DEUTLICHST abgenommen. Nachdem ich sie mir nachträglich durchgelesen hatte, viel mir auf, dass die letzten Berichte äußerst unlustig, schlecht geschrieben und langweilig sind.

Drittens: Die spektakulären Geschichten der Anfangszeit erleben wir nun täglich. Der tägliche Wahnsinn ist aber nicht lustig und vorallem ist es für dich, lieber Leser, auch mal überhaupt gar nicht interessant, wenn ich dir täglich den gleichen Müll auftische. Ein dummer Leser ohne Gedächtnis kann vielleicht die Geschichten nicht abspeichern, aber du, mein treuester Leser, du bist da natürlich anders.

Ich habe mich entschieden ab jetzt nur noch Wochenberichte zu schreiben.
Das bringt mir und euch mehr!!!
Seid nicht traurig. Seid auch nicht sauer.
Es geht ja weiter, nur nicht in den Maßen wie zuvor.

Ich danke für das Verständnis.
Den ersten Wochenbericht gibts dann in den nächsten Tagen.

Schönen Tag noch.

Donnerstag, September 14, 2006

Dreiundreißigster Arbeitstag

Heute sind Jan und ich aus allen Wolken gefallen.
Was heute auf der ITS-OP passiert ist darf man eigenlich niemals erzählen.
Und man sollte hoffen niemals dort liegen zu müssen.

1. Situation:
Wir sollten zur ITS-OP etwas wegbringen. Medikamente. Ein kleines Paket.
GEHEIMAUFTRAG sozusagen.
Wir regelte alles.
Auf einmal schrie eine Frau: "Hilfeee, Hilfeeee, schnell."
Jan:" Da schreit jemand um Hilfe."
Schwester:" Ja, das macht die schon seit 3 Tagen."
Ich:" Dann sollte vielleicht jemand nach schauen was los ist."
Schwester:" Geht doch mal da rein. Dann sagst die sie will euch umbringen."
Wir wollten dann doch nicht rein.
Die Schwester ging in das Zimmer:" Kommt doch mal rein."
Wir gingen langsam ins Zimmer.
Schwester:" Frau M. Wen wollen sie denn heute umbringen?"
Jan:" Warum rufen sie denn um Hilfe. Sie haben ja gar nix."
Oma:" Ich kann doch auch nix dafür. Es tut mir sooo leid."
Die Oma fing dann fast an zu weinen. Hmmm.

Später mussten wir erneut zur ITS-OP.
Wir lieferten unsere paar Pakete ab.
Wir quatschten mit einer Schwester.
Dann rief eine andere Schwester:" Juuuungs, komm mal her. Guckt euch das an. Guckt euch das an."
Wir guckten verwundert.
Schwester:" Guckt mal. Der Patient sieht aus wie Hui Buh. Der zappelt immer so mit dem Arm, als ob da ne Kette dran wäre. Uuuuuu Hui Buuuuu."
Kurze Zeit später nahm sie den Arm des Patienten wuschelte durch seine Haare und sagte:" Oh Herr L. Haben sie eine neue Frisur?"

Da ist mir dann das Lachen vergangen.

Sonst ist heute nix spektakuläres passiert.

Bis morgen

Mittwoch, September 13, 2006

Zweiunddreißigster Arbeitstag

Was für ein Tag war das denn bitte.

Er fing ganz normal an.
Alles war okay. Keine Aufregungen. Kein Stress. Wunderbar.
Wir machten WDR4 an.
"Du kannst nicht immer Sieb-Zehn sein...."
"ohoooo selavi..."
Es kamen noch viele andere Bombenschlager.
Unsere Laune war super.

Aber dann schlug scheinbar der Blitz ein.

10 Uhr: Wir baten um eine Kontrolle der Paletten.
Nix passierte.

10.10 Uhr: Wir baten um eine Kontrolle der Paletten.
Nix passierte.

10.30: Jan ging in den Frühstücksraum und bat um eine Kontrolle.
Nix passierte.
Reaktion:" Wir machen gerade Pause. Wir kommen jetzt nicht."

Wir kochten vor Wut.
Um 10.45 Uhr sollen die Paletten fertig zum verladen sein.

10.50 Uhr: Ich ging zur NR1 EINE kleine Mini-Box Medikamente wegbringen.

10.51 Uhr: Es kamen Cytos für die NR1. Ich war natürlich schon weg.

--> Weil sich die Leute in der Apotheke absolut gar nicht absprechen, konnten wir dann zweimal gehn. Aber die Cytos sind ja sooooo wichtig. Deswegen stehen sie immer 2-3 Stunden ungeöffnet auf den Stationen rum

11 Uhr: Es wurde endlich ANGEFANGEN zu kontrollieren.
Jürgen, der Fahrer, hatte aber noch andere Touren und wollte unsere Sachen nicht mehr mitnehmen. Da er gesehen hatte, dass wir nicht Schuld waren, brachte er unsere Sachen dann um 11.15 Uhr doch nach unten zum Krankenhaus.

11.30 Uhr: Arbeitsbeginn eine gute halbe Stunde zu spät

12 Uhr: Abholung der OP-Lagerware

Da wir um 13 Uhr wieder oben sein müssen um die blauen Boxen zu laden, mussten wir spätestens um 12.30 mit der Pause beginnen, damit wir überhaupt noch eine Pause machen könnnen.
Es lief also alles ziemlich scheiße.

Wir konnten in der kurzen Zeit vor der Mittagspause nur eine Palette wegbringen und abladen.

Wir machten also anschließend Pause.

13 Uhr: Beladung des LKW mit blauen Boxen.

13.20 Uhr: Wir fahren runter zum Krankenhaus

Ab diesem Zeitpunkt wurde der Tag aber verwunderlicher Weise lustig.

Wir kamen unten an der Schleuse an.
In etwa 30 Metern Entfernung lag ein Mann auf dem Boden.
Er guckte sehr benommen. Bei ihm standen ein Paar Leute.
Wir fragten uns was da los sei.
Ich:" Ich glaub der macht Pause oder so."
Martin:" Momentmal. Da liegt Glas. Der wird doch nicht....."
Ich:" Ach du scheiße."
Jan:" Wooo. Wie krass ist das denn."

Der Typ namens Knut ist aus ca. 5 Metern höhe durch eine Glasüberdachung gefallen.
Nun lag er da auf dem Boden. Er lebte noch. Er selber war sich glaube ich aber nicht so sicher, dass er noch lebte. Das muss ein Sturz gewesen sein. Vom feinsten.

Nun kommt eine Schilderung wie der Sturz höchstwahrscheinlich(!!!) von statten gegangen ist.
Knut balancierte auf der Glasüberdachung um eine dahinter liegende Wand zu streichen. Knut ist Maler. Als Knut fertig war, freute er sich sehr.
Er fing an zu tanzen und zu singen.
"Baby, jump on it, jump on it, on it, on it."
Er machte diese Schlangenbewegung, die Spackos beim Tanzen machen, immitierte tanzend einen Roboter und machte anschließend einen Moonwalk a la Michael Jackson.
Dann hat er Bautz gemacht (<-- Babysprache : bedeutet soviel wie "ist hingefallen") Hattabautzemacht, aus 5 Metern höhe. Free Fall Knut. Er hat einen Legdrop gemacht. Sprung vom 5-Meter Turm ohne Wasser. Knut hat sich einfach mal in einer Sekunde dem Erdmittelpunkt um 5 Meter genähert. Pschiiiiiuuuu (Geräusch des Fluges) Plaaaatsch (Geräusch beim Auftreffen. Wir arbeiten ja in einem KRANKENHAUS, wie der aufmerksame Leser weiss. Knut wurde ca. 20 Minuten später abgeholt. Also wenn einem was passiert, ist man hier nicht soooo gut aufgehoben. ---> Niemals verletzen.

Wir spulten unsere Arbeit ab. Wir stellten verschiedene Szenarien auf, wie es Knut passiert sein könnte. Die mit dem tanzenden Knut ist mir jedoch die logischste Variante.

Auf der NR2 kam uns ein singender Mann entgegen.
Jan: "Sie können aber schön singen."
Der Mann kam auf Jan zu. Er stoppte ca. 20 cm vor Jans Gesicht. Ich dachte Jan wird nun ordentlich zusammen geschlagen. Man sah es Jan an, dass er das gleiche dachte.
Mann:" Jo, ich war früher Tenor."
Puhhh, durchatmen.

Auf der INT1 erzählten wir die Geschichte mit dem fallenden Knut.
Schwester:" Sowas ist ja wohl nicht lustig."
Pfleger:" Doch, ich finde sowas sogar sehr lustig."
Da war die Schwester ein bischen angepisst.
Ich konnte nicht mehr vor lachen.

Obwohl der Tag sehr stressig war und der Spaß lange Zeit auf der Strecke blieb, muss ich sagen dass wir heute sehr viel gelacht haben.
ABER seitdem der Chef weg ist läuft alles scheiße.
Die dumme Vize-Cheffin ist echt inkompetent und unfähig.
Bitte lieber Ed, komm zurück zu deinen Zivis. Bitteeee!!!!



Frau K. am Ende des Tages:" Sie sehen aber fertig aus."
Jan:" Da die Kontrolle erst so spät kam, hat sich alles total verschoben und es hat nix mehr gepasst."
Frau K.:" Dann müssen sie eher um die Kontrolle bitten."

Morgen bitten wir dann um kurz nach 8 um die Kontrolle. Dann sind wir auch um halb 11 fertig.



Nachtrag zum Tage:
Als wir Sachen in den OP brachten kamen aus dem Operationssaal ein paar Leute.
Anfangs dachte ich es wären 2 Leute.
Insgesamt 15 oder so.
Aber es kamen immer mehr und immer mehr.
Alle Menschen die aus diesem Raum kamen, hatten komplett grüne Anzüge an. Grüne Mützen. Man konnte nur das Gesicht sehen.

Wir standen nun da. Liessen sie vorbei. Lachten über den Entenmarsch, den sie vollführten.
Dann passierte etwas sehr komischen.
Jan:" Hallo Jörg, Guten Tag Michael, Hi Stefanie, Hi Ulf, schön dich zu sehn, Guten Tag Jochen, du alter Knochen, Hi Stefan........."
Ich kapierte nicht was Jan da machte.
Er begrüßte alle mit dem Vornamen. Ich verstand die Welt nicht mehr. Woher kennt Jan nur all diese Leute??? Die Reihe setzte sich fort. Bei der letzten Person löste sich das Rätstel auf.
Alle trugen ein Namensschild an der Vorderseite. Jan, der Fuchs, konnte das Schild sehen. Aus meiner Perspektive war es leider verdeckt.
Die Blicke der Menschen, die da heraus kamen waren der Hammer.
Auch sie verstanden wohl die Welt nicht mehr

Bis morgen.

Dienstag, September 12, 2006

Einundreißigster Arbeitstag

Und es geht abwäääääärts.
Wer dachte gestern war der Tiefpunkt der sollte heute entäuscht werden.
Gegen 9 Uhr bekamen Jan und ich geradewegs einen dicken Schlag ins Gesicht.
Unsere wehrte Vize-Chefin, die im Moment unsere Chefin ist, da der Chef ja Urlaub macht war der Täter.

Frau K: "So, ich hab dann mal mit dem Herrn K. vom Einkauf gesprochen und wir haben jetzt abgemacht, dass ihr um 12 Uhr OP-Lagerwahre in den OP bringt."
Jan und ich waren erstmal sprachlos.

1.) Ist das absolut nicht unsere Aufgabe
2.) Sind wir um 12 Uhr gerade dabei Infusionen zu verteilen
3.) Wir müssen um 12.50 wieder an der Apotheke sein, um beim beladen zu helfen. Das heisst wir müssen spätestens um 12.20 Uhr mit unserer Pause beginnen, damit wir das alles rechtzeitig schaffen.
4.) Müssen wir immer wieder zur Apotheke um Cytos zu verteilen

Es kann also vorkommen, das dann einfach mal ne halbe Stunde lang niemand Infusionen verteilt, da wir ja gleichzeitig Cytos und OP-Lagerware machen müssen.

Nachdem wir der Vize-Chefin die Kritikpunkte an ihrem System näher brachte kam der Schlag ins Gesicht.

Frau K.:" Hihihi, ihr seid ja zu zweit, und ich steh da jetzt ein bischen zwischen den Stühlen. Ich hab das jetzt so abgemacht und das wird so gemacht bis der Herr Dr. wieder da ist."

Danach war der Tag für uns dann so gut wie gelaufen.
Wir stellten um von Toleranz auf Konfrontation.
Wir suchten alos von nun an Ärger auf den Stationen. Leider wollte sich keiner mit uns streiten.
Somit waren wir sauer, aber konnten es nirgendwo auslassen.

Gegen Ende des Tages hatten wir noch ein wenig Spaß.
Ich schob Jan, der auf einer Palette saß quer durch das Krankenhaus. Wir ernteten teilweise lachen und Kopf schütteln.
Dann zog Jan mich den Berg hoch, während ich auf dem Hubwagen stand.
Das war alles wirklich spassig.

Jan machte heute seine AZV- Arbeits-Zeit-Verkürzung.
Ich war dann die letzte Stunde alleine.
In dieser Zeit räumte ich ein wenig auf, machte dies und das.

Wenn man diesen Tag zurückblickend beurteilt, muss man sagen, dass er in der Top5 der schlimmsten Tage zu finden ist.
Diese verdammte dumme scheiß Eule hat mir den ganzen Tag, vielleicht sogar die ganze Woche versaut.

Danke und bis morgen.

Montag, September 11, 2006

Dreißigster Arbeitstag

So Leute,
es wird langsam deprimierend.
Zwar war der Tag heute okay, aber es sind immer so kleine Sachen am Tag, die es mir echt schwer machen nachträglich noch einen Bericht zu schreiben.
Erinnert man sich an die lustigen Dinge des Tages kommen einem die scheiß Dinge des Tages umso mehr hoch, sodass man kotzend in der Ecke liegen könnte und möchte.

Da denkt man, man könnte den Arbeitstag locker runter arbeiten, aber dann werden einem von überall her fette Steine und Felsen in den Weg gelegt, sodass einem die Galle nur so hoch kommt.

Dann ist auch noch der Chef weg und nur noch seine Vertretung übrig.
Die guckt die verdammte ganze Zeit wie eine scheiß Eule, sodass man nur allzu gerne mal rein schlagen möchte. Sagt keinen Ton, guckt bescheuert und ist unsympatisch wie ein Stück Hühnermist.
Dann kommen jede Stunde diese verdammten verfickten Cytos, sodass man die Arbeit immer unterbrechen muss.
Dummerweise haben wir heute auch kacke gebaut, da wir ZWEIMAL Cytoboxen abgeholt haben, die noch voll waren.
Daraus ergab sich mehrere Funkanrufe auf unseren verdammten Pieper, den ich nur zu gerne der scheiß Eule in ihre hässliche Fresse schieben würde. Das war jetzt übrigens aller feinstens Ruhrpott-deutsch. Aber ich werde das jetzt gewiss nich korrigieren, da ich diese Worte um genau 20.30 Uhr schreibe und gerade zu sehr in rage bin. Ich weiss zwar nicht, was die Uhrzeit mit der korrekten Rechtschreibung zu tun hat, aber ES IST MIR EGAAAAL!!!

Ach ja, heute war Jan ja wieder da. Aber wenn ständig irgend welche Leute einem scheiß Aufgaben geben, kann man auch 10 Leute sein und man kommt trotzdem nicht ausm Quark.
Heute war es auch dazu noch sehr warm.
Hammer kotzt mich das alles an.

Ich bin momentan echt an einem Tiefpunkt angelangt und ich würde mich sehr über eine Krankheit oder Verletzung freuen, solange sie nicht allzu schlimm sind.

Lange Zeit konnte man es nicht mehr behaupten, aber seit circa 4 Arbeitstagen suckt Zivildienst auf aller höchstem Maße.

Ich habe vor lauter Hass sogar heute eigentlich keine Lust gehabt einen Bericht zu schreiben aber dieser verdammte gequirlte mülliger Müll-Müll³ (Müll-Müll hoch 3) musste nun mal raus.


Hiermit entschuldige ich mich für meine benutzten Kraftausdrücke und die Fäkalsprache.

Tschüss

Sonntag, September 10, 2006

Neunundzwanzigster Arbeitstag

Nachträglicher Bericht zu Freitag, den 08.09.2006:

Freitag war der bisher schlimmste Tag in meiner neunundzwanzigtägigen Arbeitszeit.
Es gab nicht äußerst viel zu tun, nein, auch die Fahrer kamen immer ne halbe Stunde zu spät.
Hört sich wenig an, ist aber ziemlich viel.
Ich war erst so spät fertig, dass mehrere Stationen schon geschlossen hatten, wie zum Beispiel die orthopädische Ambulanz und die Gefäßchirurgische Ambulanz.

Dennoch musste ich ein zwei mal an diesem beschissenen Tag lachen.
Zum Beispiel als ich auf der NR3 war und Infosionen wegbringen musste.
Auf einmal stand eine Oma hinter mir.
Oma:" Junger Mann. Helfen sie mir mal bitte!"
Ich:" Warten sie, ich hole eine Schwester."
Oma:" Junger Mann. Helfen sie mir mal bitte!"
Ich holte einen Pfleger.
Oma:" Junger Mann. In meinem Zimmer ist ein Gerät aus dem kommt so komische Musik, meine Ohren, das tut weh, ich kanns nicht mehr hören, das tut weh in den Ohren."
Pfleger:" Alles klar Frau S.. Ich mach das Radio gleich aus."
Da musste ich schon ein wenig lachen. Erst überlegte der Pfleger sichtlich, was die Oma meinte, dann viel der Groschen und er verarschte sie.
Lustiger listiger Pfleger.

Eine weitere Situation heute war so lustig, dass ich erstmal 10 Minuten nicht arbeiten konnte.

Also, die LKW kommen bei uns an einer Rampe an. Dort wird die Laderampe der LKW runter gelassen um Paletten in die LKW zu bekommen.
Wir schoben also einen Wagen auf die Rampe.
Vor Ort waren Jürgen, Tommek, Michael, Martin und Ich.
Martin hielt den Wagen fest damit er nicht runter rollte. Tommek fuhr die Laderampe hoch.
Der Wagen wurde in den LKW geschoben. Geschätzte 1,4 Sekunden später gab es einen Knall und einen Schrei.
Marin, der den Wagen zuvor noch festhielt, machte einen Schritt nach hinten.
Dummerweise war die Laderampe oben. Er rutsche aus, kam mit dem linken Bein in die Spalte zwischen Rampe und Laderampe. Er schrie noch einmal kurz, klatsche dann mit dem Arm auf der Rampe auf.
So lag er dann da. Das eine Bein oben, das andere Bein unter der Laderampe, liegend auf der Betonrampe der Apotheke.
Leider muss ich bei soetwas immer erst lachen, bevor ich fragen kann was los ist.
Jürgen kam direkt angesprungen.
Jürgen:" Martin, alles klar? Warum liegst du denn da auf dem Boden. Du musst stehen, nich liegen"
Martin erzählte seine Art der Geschichte, wobei er immer für einige kurze "ahhs" und "mhhs" unterbrach. Diese Unterbrechungen und sein schmerz verzertes Gesicht ließen auf Schmerzen schließen.
Tommek, Michael und ich fuhren 5 Minuten später runter zum Krankenhaus und lachten erstmal 10 Minuten über die Situation.
Vorallem Jürgens Spruch war der Hammer.
Martin ist übrigens nichts passiert. Nicht das ich dann irgendwelche Anfragen bekomme wie es ihm geht. Er hat Schürfwunden am Arm und ein dickes Knie.

Freitag war der letzte Tag des Chefs. Also nicht für immer, sondern für 2 Wochen.
Ich verabschiedete mich natürlich wie es sich für einen guten Zivi gehört.
Ich:" Chef, schönen Urlaub und danke für das Vertrauen, dass ich die nächsten 2 Wochen die Leitung der Apotheke übernehmen darf."
Dr. Incredib:" Reden sie keinen Quark Tim. ICH bleibe der Herrscher in diesem Reich auch wenn ich im Urlaub bin. In 10 Jahren können sie das hier von mir aus übernehmen. Dann sage ich nämlich "Tschüss Tim, wir sehen uns in der Hölle"."
Ich:" Sie wollen in 10 Jahren sterben?"
Dr. Incredib:" Nein, da geh ich in Rente."

So das wärs dann mal wieder.
Ich entschuldige mich aufrichtig beim Leser für meine geringe Motivation am Freitag und Samstag diesen Bericht zu schreiben.
Aber nachdem ich Freitag nach Hause kam war meine Laune so schlecht, dass ich echt erstmal die Schnauze voll hatte.


 

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