ZIVILDIENST-SUCKS, und zwar so richtig

Sonntag, September 10, 2006

Neunundzwanzigster Arbeitstag

Nachträglicher Bericht zu Freitag, den 08.09.2006:

Freitag war der bisher schlimmste Tag in meiner neunundzwanzigtägigen Arbeitszeit.
Es gab nicht äußerst viel zu tun, nein, auch die Fahrer kamen immer ne halbe Stunde zu spät.
Hört sich wenig an, ist aber ziemlich viel.
Ich war erst so spät fertig, dass mehrere Stationen schon geschlossen hatten, wie zum Beispiel die orthopädische Ambulanz und die Gefäßchirurgische Ambulanz.

Dennoch musste ich ein zwei mal an diesem beschissenen Tag lachen.
Zum Beispiel als ich auf der NR3 war und Infosionen wegbringen musste.
Auf einmal stand eine Oma hinter mir.
Oma:" Junger Mann. Helfen sie mir mal bitte!"
Ich:" Warten sie, ich hole eine Schwester."
Oma:" Junger Mann. Helfen sie mir mal bitte!"
Ich holte einen Pfleger.
Oma:" Junger Mann. In meinem Zimmer ist ein Gerät aus dem kommt so komische Musik, meine Ohren, das tut weh, ich kanns nicht mehr hören, das tut weh in den Ohren."
Pfleger:" Alles klar Frau S.. Ich mach das Radio gleich aus."
Da musste ich schon ein wenig lachen. Erst überlegte der Pfleger sichtlich, was die Oma meinte, dann viel der Groschen und er verarschte sie.
Lustiger listiger Pfleger.

Eine weitere Situation heute war so lustig, dass ich erstmal 10 Minuten nicht arbeiten konnte.

Also, die LKW kommen bei uns an einer Rampe an. Dort wird die Laderampe der LKW runter gelassen um Paletten in die LKW zu bekommen.
Wir schoben also einen Wagen auf die Rampe.
Vor Ort waren Jürgen, Tommek, Michael, Martin und Ich.
Martin hielt den Wagen fest damit er nicht runter rollte. Tommek fuhr die Laderampe hoch.
Der Wagen wurde in den LKW geschoben. Geschätzte 1,4 Sekunden später gab es einen Knall und einen Schrei.
Marin, der den Wagen zuvor noch festhielt, machte einen Schritt nach hinten.
Dummerweise war die Laderampe oben. Er rutsche aus, kam mit dem linken Bein in die Spalte zwischen Rampe und Laderampe. Er schrie noch einmal kurz, klatsche dann mit dem Arm auf der Rampe auf.
So lag er dann da. Das eine Bein oben, das andere Bein unter der Laderampe, liegend auf der Betonrampe der Apotheke.
Leider muss ich bei soetwas immer erst lachen, bevor ich fragen kann was los ist.
Jürgen kam direkt angesprungen.
Jürgen:" Martin, alles klar? Warum liegst du denn da auf dem Boden. Du musst stehen, nich liegen"
Martin erzählte seine Art der Geschichte, wobei er immer für einige kurze "ahhs" und "mhhs" unterbrach. Diese Unterbrechungen und sein schmerz verzertes Gesicht ließen auf Schmerzen schließen.
Tommek, Michael und ich fuhren 5 Minuten später runter zum Krankenhaus und lachten erstmal 10 Minuten über die Situation.
Vorallem Jürgens Spruch war der Hammer.
Martin ist übrigens nichts passiert. Nicht das ich dann irgendwelche Anfragen bekomme wie es ihm geht. Er hat Schürfwunden am Arm und ein dickes Knie.

Freitag war der letzte Tag des Chefs. Also nicht für immer, sondern für 2 Wochen.
Ich verabschiedete mich natürlich wie es sich für einen guten Zivi gehört.
Ich:" Chef, schönen Urlaub und danke für das Vertrauen, dass ich die nächsten 2 Wochen die Leitung der Apotheke übernehmen darf."
Dr. Incredib:" Reden sie keinen Quark Tim. ICH bleibe der Herrscher in diesem Reich auch wenn ich im Urlaub bin. In 10 Jahren können sie das hier von mir aus übernehmen. Dann sage ich nämlich "Tschüss Tim, wir sehen uns in der Hölle"."
Ich:" Sie wollen in 10 Jahren sterben?"
Dr. Incredib:" Nein, da geh ich in Rente."

So das wärs dann mal wieder.
Ich entschuldige mich aufrichtig beim Leser für meine geringe Motivation am Freitag und Samstag diesen Bericht zu schreiben.
Aber nachdem ich Freitag nach Hause kam war meine Laune so schlecht, dass ich echt erstmal die Schnauze voll hatte.

1 Comments:

  • kein power-freitag? XD

    By Anonymous David, at 9:45 PM  

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