ZIVILDIENST-SUCKS, und zwar so richtig

Donnerstag, August 31, 2006

Dreiundzwanzigster Arbeitstag

Heute war ein ganz ganz komischer Tag.
Nicht im Sinne von lustig, sondern im Sinne von "Irgendwas stimmt hier nicht".
Auf der Arbeit lief alles cremig, wie Jürgen sagen würde.

Wir hatte heute die Gefahrstoff Einweisung.
Jeder Mitarbeiter der Apotheke erfuhr, wie mit Gefahrstoffen umzugehen ist.
Der Tenor (= die Kernaussage) war, dass man Gefahrstoffe nicht:
essen,
trinken,
vermischen,
einatmen,
berühren,
in die Natur kippen,
und eigentlich auch überhaupt nicht toll finden sollte.
Wir saßen alle in der Küche als Dr. Incredib einen flüchtigen Blick hinein warf.
Ich:" Ahh, da ist er ja. Chef, wir streiken."
Dr. Incredib:" Soooo. Du bist für morgen mein Kandidat. Ich frag dich morgen über die Gefahrstoffe ab."
Ich: "Hmz"

Da hat er mich gekriegt.
Später wiederholte er noch einmal, dass er mich abfragen wolle.
Ich glaub der meinte das ernst.

Wir malochten wie Tiere. Einen Moment. Wir hatten heute nur einen Karton und 3 blaue Boxen.
Also Malochten wir wie Faultiere oder Wombats, falls jemand Wombats kennt. Alleine der Name Wombat hört sich schon Klasse an. Also malochten wir wie Wombatse, falls Wombatse der Plural von Wombat ist.

Mittagessen:
Rumpsteak mit Klösen und Kartoffelecken.
Das Fleisch war so eklig. Ich hätte fast brechen müssen. Naja, ich habs aufgegessen, aber eklig war es schon. Und brechen musste ich auch nicht. War halt nur so daher gesagt.
Jan hatte Rinderroulade. Die war auch eklig.

Nach dem Mittagessen kam es zu folgender Situation.
Thomas (der, der uns eingearbeitet hat): "Jan, fahr mal bitte den LKW an das Tor."
Jan:" Darf ich das überhaupt?"
Thomas:" Eigentlich nicht. Aber hier sind die Schlüssel."
Jan: "Alles klar."
Jan ging mit mir zum LKW, wir stiegen ein. Jan machte den Motor an.
Auf einmal kam Thomas angerannt, riss die Tür auf:" Was soll das? Warum machst du den Motor an. Maaaan"
Jan und ich guckten uns verdutzt an.
Jan: "Sollen wir den ans Tor schieben oder was?"
Thomas:" Maaaaan Warum machst du denn den Motor an?"

Kurze Zeit später erklärte uns Thomas, dass sein Chef hinter unserem LKW stand.
Thomas darf nicht einfach den LKW Schlüssel weg geben. Er hätte wohl Ärger bekommen.
Er bekam also ein wenig Schiß und versuchte uns in die Scheiße zu reiten, damit er keinen Ärger bekommt.
Ist aber nix passiert. Alles gut ausgegangen. Wir sind auch nicht beleidigt oder so.

Als Strafe haben wir an Thomas Motorroller ein Schild geklebt.
"Gay on Board" und darunter 3 Herzen.
Das hat er jetzt davon.

Heute war die ehemalige Chefin da. Sie saß in der Küche. Jan wollte sich vorstellen gehen.
Neben der alten Chefin saß Dr. Incredib.
Er sah Jan und machte dann das "I see you"- Zeichen.
(Er führte Zeige- und Mittelfinger zu den Augen, um dann in einer sehr schnellen, energischen Bewegung mit dem Zeigefinger auf Jan zu zeigen.)
Jan kam mir darauf sehr verdutzt entgegen.
Er war ein wenig eingeschüchtert und wusste nicht was der Chef wollte.
Er deutete die Bewegung als bösartig.
Später am Tag war der Chef wieder freundlich. Keine Ahnung was er mit "I see you" bezwecken wollte.

Der Arbeitstag lief also eigentlich ganz gut und auch lustig ab.

Ich hatte heute AZV (--> 1,5 Stunden früher Feierabend) und wollte nach Hause.
Auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle überholte mich ein Bus, mit dem ich auch fahren könnte. Ich rannte hinterher. An der Bushaltestelle kam ich kurz nach dem Bus an.
Ich war ca. 1,5 Meter hinter der Fahrertür, als der Fahrer die Tür schloss und los fuhr.
Vor lauter Wut wollte ich gegen den Bus treten.
Ich habe auch dagegen getreten. Nur leider gegen das rechte Rücklicht.
Die halten echt nix aus diese Dinger. Damit will ich sagen, dass jetzt ein Bus ohne rechtes Rücklicht rumfährt.
Zumindest bin ich dann nochmal kurz gespurtet, da der Busfahrer erneut anhielt. Ich wurde nicht gefasst.

Anschließend wollte ich in den VRR-Shop. Ich wollte mir ein Ticket 1000 abonieren.
Frau:" Das geht heute nicht. Heute ist zu voll."
Ich: " Ehhm. Was soll das? Ich kann doch wohl ein Abo abschließen. Wie lächerlich ist das bitte?"
Frau: " Nein, heute ist zu viel zu tun."
Ich:" Ich möchte jetzt hier son Ticket 1000 haben und fertig. Kunde ist König. Kennen sie sowas nicht?"
Frau: " Da sie eh auf unsere Busse angewiesen sind, sage ich jetzt einfach nö. Kommen sie morgen wieder oder wenn leerer ist."
Ich: " Was soll das denn? Das gibt ne fette Beschwerde."
Frau: "Pfff. Heute ist halt viel zu tun."

Ich hab mich entschieden mich nicht zu beschweren.
Ich lauer der Frau einfach auf und verkloppe sie nach der Arbeit.
Das wird sie noch bereuen MICH als Kunde ablehnen zu wollen.
Schlampe.
(Schlampe ist in diesem Fall eine Beleidigung. Wahrscheinlich ist sie gar keine Schlampe. Verheiratet und zwei Kinder würde ich schätzen.)

Also, zumindest bekommt sie einen aufs Maul.
Unser Chef sagt immer: "Wenns normal nicht geht. Dann mit Gewalt."

Bis morgen.

Mittwoch, August 30, 2006

Zweiundzwanzigster Arbeitstag

Hallo und einen wunderschönen Tag euch allen.
Wie ihr seht habe ich heute vorzügliche Laune.
(Ich frage mich gerade woran ihr das erkennen sollt. Darum sage ich es euch. Ich habe vorzügliche Laune)
Nun fragt ihr euch warum ich mich heute so sehr an der Welt erfreue.
Ich werde es euch sagen. Und zwar jetzt. Genau jetzt:
Heute gab es Gehalt.
Das erste Gehalt.
Und wieviel gab es?
Auch diese Frage beantworte ich.
!!! Es gab 489,49€ !!!
Somit gibt es 40€ mehr als ich erwartet habe. Hach ja das Leben hat wieder einen Sinn.
Jan und ich freuten uns den ganzen Tag und nichts konnte unsere Laune verderben.
Auch als Jan ca. 0,5 Liter Cola auf dem Tisch verschüttete konnten wir nur lachen.
Kurze Zeit später verschüttete ich 0,23 Liter Kakaotrunk .(umgs-spr.: Kakao [umgs-spr. --> umgangssprachlich { umgangssprachlich --> normales deutsch }]) und es störte mich nicht.
Selbst als jemand heute den bösen "als wie" Fehler machte, brachte es mich kein bißchen aus der Ruhe.
Kurze Erklärung des "als wie" Phänomens.
"Als" benutzt man, wenn sich zwei Dinge unterscheiden und man sie vergleicht:
(Mein Kopf ist größer als deiner. Ich habe einen Wasserkopf)
"Wie" benutzt man, wenn zwei Dinge gleich/ähnlich sind und man sie vergleicht:
(Mein Kopf sieht aus wie deiner. Scheinbar bist du auch eine Zangengeburt.)

Für die ganz Schlauen: "Wie" kommt nach dem Positiv, "Als" kommt nach dem Komparativ.

Anmerkung des Autors: Ich habe weder einen Wasserkopf, noch bin ich eine Zangengeburt. Das war einfach nur ein Beispiel um euch das Phänomen zu erklären. Dies ist auch kein Blog über Wasserköpfe oder Zangengeburten, falls jemand bei der Internetsuche nach einem Blog über Wasserköpfe oder Zangengeburten auf diese Seite gelandet ist. Danke!

Heute wurden wir gleich mehrmals ermahnt doch einmal die blauen und roten Kisten einzusammeln.
Jan:" Wir achten immer besonders darauf, dass wir die Kisten mitnehmen."
Frau P:" Wenn das so wäre, wären die Kisten hier."
Rumms, Tür zu geknallt.
Jan guckte verdutzt und immitierte dann einen Vogel, der Frau P. darstellen sollte.
Im großen und ganzen ließen wir uns heute nicht auf Diskussionen ein.

Wenn wir uns unterhielten und uns heute jemand widersprach unterbrachen wir diese Person:
"Dies soll hier keine Diskussionsrunde werden. Das war eine zivildienstliche Anordnung und kein Diskussionspunkt."
Somit waren dann 90% der Angelegenheiten erledigt.
Einige Chefärzte wollten natürlich so nicht mit sich reden lassen.
Diese ließen sich dann aber von Kimberly und Stacy beruhigen.
(Nähere Informationen zu den Handlungen von Stacy und Kimberly erhalten sie, wenn sie dem Premium-Club beitreten)

Später bekam ich ein Gespräch von zwei Frauen mit. Ich denke, dass nahezu alle Gespräche zwischen Frauen so ablaufen.
Die erste Frau wird im folgenden Frau 2 genannt, die zweite Frau wird Frau 1 genannt.

Frau 2:" Ach.. na duuuu. Wie gehts diiiir?"
Frau 1:" Och jaaa. najaaaa, es geeeeht."
Frau 2:" Joaaar. bei miiiir aaaaauch. Das Wetter macht mir zu schaffen."
Frau 1:" Du bist auch ganz blässchen ums Näschen."
Frau 2:" Hach jaaaa. Och jaaaa. Ehem. Jajaaaa."
Frau 1:" Mein Sohn ist ja immer noch krank."
Frau 2:" Echt? Och jaaaa. Aber gehts im schon besser."
Frau 1:" Jajaaa. Es geht so. Du ich muss mal weiter. Tschüssiiii"
Frau 2:" Ciaoiiiii. Bis die Tage mal."

Komischerweise haben die Frauen trotz einer relativ langen Unterhaltungszeit sehr wenig Informationen ausgetauscht.
Möglicherweise ist das der Grund warum Frauen stundenlang telefonieren.
Man(n) weiss es nicht. Übrigens empfinde ich die Schreibweise "Man(n) " als höchst lächerlich.
Dann kann man doch gleich schreiben: "Mann".
Nur weil "man" und "Mann" homophon, also gleichklingend, sind brauch ja nicht jeder dieser absolut unlustigen Witz machen. Bitte hört auf. Es ist nicht lustig!!!
Ich habe gerade "Man(n) nur aus reiner Provokation geschrieben.

Gegen Ende unterhielten Jan und ich uns über die Lebensdaten von Goethe.
Da wir beide äußerst gebildete junge Männer sind, wussten wir die richtige Antwort nicht.
(Dieser Satz war unlogisch. [Falsche Kausalität])
Somit fragten wir auf den Stationen nach. Und in der Apotheke.
Da uns keiner die Frage genau beantworten konnte schauten wir im Internet.
Die besten Antworten auf den Stationen:

Ärztin: "So um 1900."
Ehhhm, genau. Die berühmten Goethe-Gedichte "Ach meine liebe Industrialisierung" und "Heute fahre ich Zug" sind ja überall bekannt.

Schwester: "Ungefähr im Mittelalter"

Das Mittelalter umfasst gute 1000 Jahre. Von 500 - 1500. Nach Christus, versteht sich
Da Goethe 1749 geboren wurde, war diese brilliante Antwort sogar falsch.
Hätte diese Schwester doch nur den Zeitraum vergrößert.
Vorschläge:
"Ungefähr zwischen Cäsar und Hitler."
"Ungefähr zwischen Eiszeit und Computerzeit."
"Ungefähr zwischen Urknall und Weltuntergang."
Aber darauf kam die gute Schwester natürlich nicht.

In der Apotheke fragten wir den Chef.
Normalerweise würde ich nun die Illusion aufrecht erhalten, dass er Allwissend ist, aber die Situation war zu lustig.

Ich:" Ach Chef, wissen sie wann Goethe geboren wurde?"
Dr. Incredib:" Ehm, ja, ehm, hm, naja, ehm, so 1630."
Jan: "Eeeeeeh, fast."
Dr. Incredib: "Der wurde 80 Jahre oder so."
Ich: "Ja, geboren wurde er 1749."
Jan: "Und gestorben ist er 1832."
Dr. Incredib:" Aber Moment. Das geht ja gar nicht. Dann wäre er ja 202 Jahre."
Ich: "????"
Jan: "???"
Dr. Incredib:" Warum guckt ihr so doof. Von 1630 bis 1832 sind es genau 202 Jahre."
Ich:" Ehhm, Chef, wir haben gerade gesagt, dass er 1749 geboren wurde und 1832 gestorben ist. Das sind genau 83 Jahre."
Dr. Incredib:" Ja und. Ich sage, dass er 1630 geboren wurde und über 80 wurde. Somit starb er ungefähr 1710."
Jan: "Wollen sie, dass das Internet lügt?"
Dr. Incredib: "Schnipp Schnapp. Wollt ihr sagen ich lüge?"

Somit hatte der Chef schon wieder einmal gewonnen.
Somit hatte das Gute wieder einmal gewonnen.

Bis morgen!

Dienstag, August 29, 2006

Einundzwanzigster Arbeitstag

Dies ist eine Glücks-Homepage
Schicke die Seite an 15 deiner Freunde und dein sehnlichster Wunsch geht in Erfüllung.
Schicke die Seite an 20 deiner Freunde und deine ICQ-Blume wird blau.
(Jaaa, sie wird blau!!!)
Schicke die Seite an 25 deiner Freunde und dein Gemächt (Donnerlunte, Lümmel, Phallus.... ihr wisst was gemeint ist - Knick Knack) wird so groß wie du es willst.
(NUR falls du ein Kerl bist. Falls nicht wachsen eben deine Brüste, oder dein Hirn... buuuuh, Scheiss Tim, Pfui)

Wenn du diese Seite NICHT weiter schickst, wird dich das Unglück heimsuchen.
Dein/e Freund/in wird an Syphillis erkranken und das Internet wird unwiederruflich von deinem Computer gelöscht.
!!! Ja das Internet wird GELÖSCHT !!!
ALSO
Nutze deine Chance, und rette DEIN Internet.

Jetzt zum heutigen Tage:
Heute fuhren wir ein Alu-Karren-Rennen.
Berg runter.
Mit abdrängen, schubsen und sonstigen unfairen Mitteln.
Ein Sieger konnte nicht ermittelt werden. Inoffiziell wurde ein gewisser Tim als Sieger festgestellt, aber genaueres kann man nicht sagen. Im Moment weiss ich nicht wie ich euch dieses Rennen besser beschreiben soll. Ich versuche es trotzdem einmal.

brumm brumm, knall, bääng, boom, quietsch, brfztzg, brumm
Kapiert?

Heute ist leider wenig passiert. Daher möchte ich euch zwei Charaktere vorstellen die am Krankenhaus rumlungern.
Es sind zwei Ein-Euro-Jobber, die sich um die Büsche und den Rasen kümmern. Mehr oder weniger.
Eigentlich stehen die beiden nur den ganzen Tag rum.
Die Frau guckt auf ihr Handy und der Typ starrt die Frau an.
Frau, Frau, ich höre die ganze Zeit Frau. DAS ist keine Frau. Das ist ein Monster, oder so.
Typbeschreibung der Frau/Monster: kleiner, rundlicher Körper, kahl geschorene Haare, an der Stirn befindet sich eine Strähne mit blondierten Haaren, Glubschaugen.

Die sieht einfach zum schiessen aus. Ein Gesicht, wie die Nacht: Nicht so schwarz, aber so hässlich.
Typbeschreibung Typ: relativ groß, hässlich, Brille, dürr, weiß, komisch
Die beiden sind echt der Hammer.
DU BIST DEUTSCHLAND

Mittagessen: Nudeln mit Bolognesesauce
Die Nudeln waren Butterweich, aber im negativen Sinne.
Die Sauce war wässerig, aber im negativen Sinne.
Der Streukäse war eklig, aber im negativen Sinne.
Im großen und ganzen war das Essen heute schlecht.
Ich war ABSOLUT nicht zufrieden. 5+ . Schlechtestes Essen das es jemals gab.
Ich wiederhole: das es jeeeemals gab.
Und wir essen da ja schon seit 21 Tagen!

Wir haben heute ebenfalls einen Schiedsrichter für Jans und meine Meinungsverschiedenheiten entdeckt.
Dr. Incredib
ist es nicht, sondern ein Computer.

So half uns heute das Internet die genaue Umrechnung von KW nach PS zu erfahren (1,34) und, dass das alte Formel eins Punktesystem (10 6 4 3 2 1) und das neue (10 8 6 5 4 3 2 1) ist.
Dann stritten wir uns darüber wer das größte Gehirn hat.
Das Internet sagte: Dr. Incredib.
Die größe des Gehirns ist aber nicht proportional zum IQ. (Das Wort proportional werde ich jetzt nicht erklären)
Das Gehirn eines Pottwals ist 6mal so groß wie das menschliche Gehirn. DasPottwal-Gehirn ist immerhin doppelt so groß wie Dr. Incredibs Hirn.
Wer hat den höchsten IQ?
Das Internet sagte: Dr. Incredib
Jede Frage die wir stellten wurde vom Internet mit "Dr. Incredib" beantwortet.
Uns kam der Verdacht, dass der Chef das Internet manipuliert um sich selber in einem besseren Licht zu präsentieren. Er ist ja so genial.

Lang Lebe Dr. Incredib,
bis morgen.

Montag, August 28, 2006

Zwanzigster Arbeitstag

Es ist Montag
Herne - 6.45 Uhr - die Frisur hält
Bochum - 7.30 Uhr - die Frisur hält

Heute standen wir bis 7.50 Uhr vor verschlossenen Türen. Die Personen die die Schlüssel haben, kamen einfach mal nicht zur Arbeit, bzw kamen verspätet zur Arbeit.
Um 8.30 Uhr verpasste uns der Chef dann einen Einlauf und fragte, was wir eine Stunde lang gemacht hätten.
Nach 5 Minuten Ankackerei lachte er und wir verstanden, dass er uns nur verarschen wollte.
Dann machten wir unsere morgendliche Arbeit.

Gegen Mittag fuhren wir mit dem LKW zum Krankenhaus. Das sind zwar nur ein paar Meter, aber man fährt ja lieber als zu laufen.
Unten wurde gerade die Kloake der Küche gelehrt.
Die schmeissen da immer ihre Essensreste rein, lassen das 2 Wochen gaaren und dann wird es abgesaugt.
Das stiiiinkt. Wie im Klärwerk. Nicht das ich schonmal im Klärwerk war.... obwohl...
Während der Projektwoche hatte ich mal einen gebrochenen Arm und durfte in kein Sport Projekt.
Dann habe ich "Seen und Gewässer - PH-Wert und andere tolle Sachen" gemacht. Bullshit.
Da waren wir am letzten Tag im Klärwerk. Das hat auch krass gestunken.
Zurück zum Thema.
Es hat also gestunken. Eigentlich wollte ich jetzt sowas wie "alla preneur" schreiben.
Das soll sowas heissen wie "vom feinsten".
Ich hatte leider nie Französisch und weiss daher nicht wie man das schreibt, bzw. ob es das Wort überhaupt gibt.

Dann erfanden Jan und ich jeweils ein Alter-Ego.
Das Wort Alter-Ego hat keine temporäre Bedeutung.Hat also nix mit alt zu tun.
Es kommt aus dem Lateinischen und bedeutet zweites Ich.

Jan --> Kimberly
Kimberly ist zickig, gutaussehend, schwarze Haare (Wie Tomb Raider), Model und legt viel Wert auf Äusserlichkeiten

Tim --> Stacy
Stacy ist ebenfalls zickig, blond und hat eine Hochsteckfrisur. Sie hat immer Angst das ihre Harre nass werden ("Ahhh, dann krieg ich immer Locken."

Stacy und Kimberly sind beide in Ed verliebt. Ed ist euch wahrscheinlich bekannt als Dr. Incredib.
Die beiden süssen Mäuse sind eifersüchtig auf die anderen Frauen in der Apotheke und gehen daher 100% auf Konfrontation.
Stacy und Kimberly können leider nicht in der Apotheke arbeiten.
"Ahhh, meine Fingernägel! Ahhh!"
Möglicherweise werdet ihr in Zukunft mehr von den beiden hören.
Außer wir vergessen wieder, dass es sie gibt. (Durchaus möglich und sogar sehr wahrscheinlich!)

Mittagessen:
Gyros mit Kräuterdipp und Kartoffeln
Note: 4-
Der Kräuterdipp war voller Petersilie.
Eigentlich war es nur Petersilie.
Baaar.
Jan fand es lecker.
Er hat sich so darauf gefreut, dass sein Gehirn gar nicht sagen konnte das es schlecht schmeckt.
Dieser Teil des Gehirns war quasi abgeschaltet, als Jan aß.
Kimberly und Stacy haben nix gegessen.

Gegen Ende des Tages habe ich Jan auf einer Palette eingespert.
Um ihn herum baute ich Holzpallisaden, die normalerweise auf die Paletten gestellt werden um die Pakete zu sichern.
Ich baute diese Holzpallisaden ca. 2 Meter hoch, sodass Jan nicht mehr rauskam.
Dann habe ich mit David (Kollege aus dem Lager, der hin und wieder auf dieser Seite Comments schreibt) alte Pappkartons darein geworfen.

Dr. Incredib lachte nur.
Jaja, scheinbar mag er uns.

Das wärs für heute.
Ich geh dann mal eben den Bericht für diese Schule-Sucks-Seite schreiben.
Die wollen nämlich nicht mehr weiter machen. (Sieg für Tim)
bis morgen

Samstag, August 26, 2006

Sonderausgabe

WICHTIG!!! WICHTIG!!! WICHTIG!!! WICHTIG!!!

Woran erkennt man den Erfolg eines Projektes?
Genau, an der Anzahl der Nachahmer.

Bei mir ist es endlich soweit. Nach nur 24 Tagen gibt es den ersten Zivildienst-Sucks-Klon in der noch jungen Geschichte meiner Seite.
Zwei Individuen Namens Daniel und Nikolai, er selber nennt sich Niggolai, was ich persönlich als höchst lächerlich empfinde, haben meine Seite kopiert!

Auf http://www.schule-sucks.blogspot.com kann man sich den deletantischen Versuch dieser beiden Schüler anschauen.

Meine Idee auf die Schule zu übertragen ist okay. Ich fände es sogar gut, wenn noch weitere Seiten dieser Art entstehen würden.
Meine-Frau-sucks, Life-sucks, Mein-zu-hohes-Gewicht-sucks oder andere Ideen wären doch wunderbar. (Kommt drauf an ob die Frau suckt, oder ob die Frau etwas anderes suckt)

Das gleiche Design zu benutzen ist von mir aus auch okay. Ist zwar etwas peinlich, bei ca. 50 Designs die zur Auswahl stehen, aber ich kann damit leben.

Was mich stört ist etwas anderes:
DerVersuch meinen Schreibstil zu kopieren, empfinde ich als persönlichen Angriff.
Nach §37 und §245 des IGB (Internetgesetzbuches) ist es nämlich untersagt, die Ideen von Tim zu klauen, beziehungsweise Tims Werke zu kopieren.

Ich glaube auch, dass eure Kopie nicht gelungen ist.
(Meine Meinung)
[Ich hätte eigentlich gar nicht "Meine Meinung" in Klammern schreiben müssen, da die Worte "ich glaube" bereits signalisieren, dass es sich um meine Meinung handelt]

Ich werde übrigens von einer Anzeige absehen.

Das auf dieser Seite nicht als Überschrift "Schule-Sucks, und zwar so richtig" benutzt wird, finde ich gut.
Anstelle dessen schreiben die Autoren "Schule-Sucks, und wie sie das tut". Das finde ich lächerlich.

Natürlich werden jetzt einige Leser denken:" Oh, Tim ist eine Diva."
Und ich sage euch. JA! In diesem Fall bin ich gerne eine Diva.


Als Ritter der Grammatik und als Freiheitskämpfer der Deutschen Rechtschreibung
möchte ich neinen Satz des Berichtes von Freitag exemplarisch besprechen.
(Übrigens heisst es Rechtschreibung und nicht Rechtsschreibung. Es kommt nämlich von recht, im Sinne von richtig, und nicht von rechts im Sinne von nicht links.)

Ich möchte zitieren: "Er schieß den Ball genau gegen den Kopf vom Bohrer und der fällt runter."

Dieser Satz weist zahlreiche Fehler auf die ich nun verbessern möchte.

Das Präteritum der dritten Person Singular des Wortes "schiessen" ist nicht wie hier zu sehen "schieß", sondern "schoss". --> Er schoss

Anstelle des Datives (vom Bohrer) müsste hier der Genitv (des Bohrers) benutzt werden.
Grundschule erste Klasse:
Wessen Kopf wird von einem Ball angeschossen? Der Kopf des Bohrers.
Wessen ist übrigens das Signalwort für den Genitv.

Außerdem wird dem Leser in diesem Satz eine falsche Illusion dargeboten.
Ich dachte zum Beispiel, dass es sich um den Kopf eines Bohrers handelt.
Sozusagen die Spitze eines Bohrers. Eines Akkubohrers zum Beispiel, oder eines Bohrers, der an die 230Volt-Steckdose im Wohnzimmer angeschlossen ist, um ein Loch in die Wand zu bohren.

Nach kurzer Recherche erfuhr ich allerdings, dass ein Bohrerkopf der Aufsatz eines Bohrers ist. (Das was man vorne rein steckt um das Loch zu bohren)

Der Autor meinte hingegen einen Handwerker der bohrt.
Der Leser erfährt einige Sätze später, dass es sich um einen Menschen handelt.

In diesem Satz hätte der Autor auch besser einen Nebensatz gebildet. Der Anhang (und der fällt runter) ist nicht sehr gelungen.
Es scheint so, als fiele nur der Kopf runter und nicht der ganze Mensch. Das Wort "der" bezieht sich eigentlich auf den Akkusativ (den Kopf) und nicht auf den Genitiv (, der im Originalsatz der Dativ ist). Verwirrend? Ich weiss, aber das ist die Schuld der Autoren!

Abschließend einen Vorher-Nachher-Vergleich des Satzes:

FALSCH: "Er schieß den Ball genau gegen den Kopf vom Bohrer und der fällt runter."
RICHTIG: "Er schoss den Ball genau gegen den Kopf des bohrenden Handwerkers, wodurch der Handwerker das Gleichgewicht verlor und vom Gerüst fiel."


Wie man an diesem Beispiel erkennen kann, ist das Schreiben eines lustigen Berichtes (ich hoffe meine Berichte sind lustig) gar nicht so einfach. Zum einen sollte man sich darum kümmern, dass die Sätze verständlich sind.
Es ist oftmals besser einen nicht lustigen Bericht zu schreiben, der verständlich ist, als einen verwirrenden angeblich lustigen Text, der somit die Pointen zerstört.
(Pointe ist das, was den Witz lustig macht)

Natürlich könntet ihr sagen:" Aber Tim, die beiden sind in der neunten Klasse. Gehe nicht so hart mit ihnen ins Gericht. Du könntest eine schwerwiegende psychosomatisch bedingte Hypochondrie hervorrufen."
Aber dann frage ich euch, warum sie sich aufgrund meiner Kritik Krankheiten einbilden sollten.
Denn Hypochondrie ist die Überzeugung, an einer Krankheit zu leiden und das damit verbundene krankhafte Interesse an Gesundheit und Beschwerden.

Es ist immer noch Samstag und ich wurde aus aktuellem Anlass dazu gezwungen einen Bericht zu verfassen.
Falls jemand ernsthaft daran interessiert ist eine GUTE (!!!) Irgendwas-suckt-Seite zu erstellen, macht es.

(An Niggolai und Daniel: Ihr könnt nun gerne ganz oft in meine Comments schreiben wie scheiße ich doch sei. Ich freue mich über jeden niveauvollen Beitrag, den ihr mir sendet)

Ein schönes Rest-Wochenende noch allen, die Wissen was Genitiv, Dativ und Akkusativ ist.




Freitag, August 25, 2006

Neunzehnter Arbeitstag

WENN DIESE INTERNETSEITE BIS ZUM 09.09.2006 EINE GEWISSE BESUCHERZAHL ERREICHT, WERDE ICH UNGLAUBLICHE DINGE TUN.

1000 Besucher : Ich gehe in den Zirkus. Mit einer Freikarte!
1500 Besucher: Ich werde mir einen Tag lang nur Telenovelas anschauen.
(Unter anderem Sturm der Liebe, Schmetterlinge im Bauch und Verliebt in Berlin)
2000 Beusucher: Ich stelle Nacktbilder von deiner Freundin oder von deinem Freund kostenlos auf diese Seite. Oder natürlich auch von dir.(Unter der Bedingung das dein Aussehen nicht gegen die Genfer Menschenrechts Konvention verstößt)
3500 Besucher: Ich trinke ein alkoholfreies Bier. Auch wenn es unter der Woche ist.
5000 Besucher: Ich erschieße mich innerhalb der nächsten 2 Tage und nehme es auf einer Webcam auf.
5001 Besucher: Ich erschieße mich nicht. Die voran gegangene Besuchermarke wird als nichtig erklärt.

ALSO, wollt ihr diese Crazy-Sachen mit mir zusammen erleben, verschickt diese Internetseite an alle Freunde und Bekannte.
Danke für die Unterstützung.


So, mir war einfach danach diesen kurzen Aufruf einzubringen.
[Hier könnte übrigens ihre Werbung stehn]

[Hier auch]

Heute war mal wieder ein Power-Friday, zu Deutsch Stärke-Freitag oder auch Potenz-Freitag.

8.00 Uhr - Buchhaltung
Kleines Quätschchen mit Conny. Sie war sehr sehr müde heute. Jan, Conny und ich sind nun doch wieder zusammen gekommen. Sie hatte damals nur einen schlechten Tag. Das konnten wir natürlich verzeihen. Somit sind wir drei wieder ein Paar, also vielmehr ein Triplet, oder wie man das dann nennt. (Ich glaub man könnte auch Trio sagen, Triplet hört sich aber besser an)
Dann kam Siegrun. Wir nennen sie nur Siggi. Ist lustiger.
Siggi:" Sag mal Conny, hast du schon Kaffee gemacht?"
Conny nahm einen großen Schluck aus ihrer Tasse.
Conny:"Nee, ich dachte das macht Herr K."
Siggi:"Der ist gar nicht da. Woher ist dein Kaffee."
Conny:" Aus der Kanne in der Küche."
Siggi:" Ach, du magst gerne abgestandenen Kaffee von gestern."
In diesem Moment verzog Conny dermaßen ihr Gesicht, das es kaum noch zu erkennen war.
Ihr Gesicht wurde unschön. Sie sah aus wie ein kleines Mädchen, das gerade in eine Pfütze gefallen ist und in 2 Sekunden anfangen wird zu heulen. Conny heulte nicht. Sie ist eine starke Frau.
Sie wunderte sich warum der Kaffee so komisch geschmeckt hat, sagte sie kurze Zeit später.
Komisch. Aufgewärmter Kaffee von gestern soll der beste sein.

Dann trafen wir den Fahrer Jürgen.
Er begrüßt uns täglich mit der Floskel "Na Jungs, alles cremig?"
Darauf antworten wir immer. "Hi Jürgen, alles schaumig/sähmig/sahnig/fluffig/flüssig."
(Also immer nur eines der letztgenannten Worte)

Bei Jürgen laden wir immer die Paletten in den LKW, die er dann ins Krankenhaus fährt.
Leider war heute Power-Friday. So mussten wir 2 Paletten per Hand runter schaffen.
Der Berg ist ziemlich steil. Es ereignete sich die folgende Story an diesem Berg.
Jan überlegte sich relativ früh eine Palette runter zu fahren.
Die gesamte Palette musste auf die Intensivstation.
Er transportierte ebenfalls die ersten Chemotherapien des Tages auf der Palette.
Die Boxen in denen die Chemos sind, dürfen nicht hinfallen. Niemals. Ist teuer und aufwändig in der Herstellung.
Nach ca. 50 Minuten kam er an der Apotheke an. Keuchend. Sterbend.
Ich dachte er hätte schon den Tod gefunden, solange wie er weg war.
Dann erzählte er:" Boar wat ne scheiße. Die Palette war so schwer. 50 Kartons a 5 kg. 250kg. Den steilen Berg runter. Ich konnte die kaum halten. Hab die abgelassen, da ist die erstmal 3 Meter gerutscht. Ich hab voll Panik bekommen. Ich konnte die nicht kontrollieren. Ich bin dann Serpentinen gefahren.(Serpentinen: In Kurven den Berg runter, um leichter die Geschwindigkeit zu regulieren. Nicht zu verwechseln mit Terpentin, ist was ganz anderes)
Da ist das fast umgefallen. So eine scheiße mach ich nie wieder. Die Palette hätte mich auch überfahren könne. Dann wär ich aber.... zack... Beine ab....das geht ganz schnell.... und dann ....tot."

In dieser Zeit habe ich natürlich fleissig weiter gepackt.
Wir waren dann sogar pünktlich zum Beladen des LKWs fertig. Jürgen wartete schon.
Jürgen ist vielleicht eine Pflaume. Er schaut immer auf die Uhr. Drängt uns. Er stehe ja unter Zeitdruck.
Wenn wir dann fertig mit abladen sind unterhalten wir uns dann meistens ne viertel Stunde mit ihm. Aber Jürgen hat ja Zeitdruck. Alles muss schnell gehn.

Wir entschieden uns dann schneller zu arbeiten.
Ich nahm die Holzpaletten, Jan die Alu-Wagen.

Auf der IM3 ereignete sich folgende Sache.
Ich entlud eine halbe Palette mit Indusionen.
Auf einem Stuhl saß eine Schwester die mir zu sah.Ihren Kopf in die Hand gelegt.
Ich war fertig mit ausladen. Es waren viele schere Pakete.
Ich hatte die Schnauze eh schon voll.
Schwester:"Ach junger Mann. Sie wissen doch, dass die Pakete nicht hierhin kommen. Die kommen einen Raum weiter."
Ich dachte ich hör nicht richtig. Die dumme Sau guckte mir die ganze Zeit zu und sagte mir es als ich fertig war.
Ich:" Kann ich das nicht heute hier stehen lassen?"
Schwester:" Nein, das geht nicht. Sie sind doch jung und stark. Packen sie das in den Raum nebenan"
Ich nahm die Pakete und schmiss sie auf die Palette.
Dann schmiss ich sie von der Palette in den anderen Raum. Da hab ich mich vielleicht aufgeregt.
Ich verließ die Station.
In einem Auzug traf ich einen Mann.
Mann:" Sie wissen schon das sie diesen Aufzug nicht mit einem Hubwagen befahren dürfen."
Ich:" Nö. Hab ich noch nix von gehört."
Mann:" Das ist ne Verordnung der obersten Heeresleitung."
Ich:" Ach so. Dann sollen die Herren mal einen Tag ohne diesen Aufzug meine Arbeit machen. Dann überlegen die sich das noch mal."
(Hierbei handelt es sich um den früher einmal beschriebenen Hostel-Aufzug. Der ist schnell und zentral gelegen. Der wichtigste Aufzug im Krankenhaus)
Mann:" Dann werd ich das mal meinen Kollegen von der Verwaltung ausrichten."
Ui, da hab ich mir ja den richtigen Gesprächspartner ausgesucht.
Naja, ich bin Zivi und werd mich da nicht tot laufen für die Generäle aus der Verwaltung. Da war ich also schon wieder fast am exlodieren. Ich explodierte aber nicht. Das wäre auch eine zu große Schweinerei geworden.

Gegen Ende des heutigen Tages spielten wir ein Spiel mit Dr. Incredib.
Wir durften 10 Fragen stellen. Wenn wir erräten würden was er in seiner Schublade zu essen hat, dürfen wir es behalten.
Frage --> "Dr. Incredibs Antwort"
1. Ist es Obst? --> " Nein."
2. Ist es süß? --> "Ehm, ja, nein, ja ... kann man so nicht sagen."
3. Geht es kaputt wenn man drauf drückt? (Was ne dumme Frage!) --> "Nein, was ne dumme Frage."
4.) Ist es Weingummi? --> "Nein."
5.) Mögen kleine Kinder das? --> " Nicht alle."
6.) Freut man sich wenn die Mama das mit nach Hause bringt? --> Er machte ein abwägende Bewegung mit der Hand und sagte:" Die einen freuen sich, die anderen nicht."
7.) Ist es Schokolade? --> "Nein."
8.) Ist es Lakritz? --> "Nein. So was ähnliches."

Aufgrund der wenigen verbleibenden Fragen, sprachen Jan uns ab.
Ich:" Es ist bestimmt was von Sallos."
Jan:" Das könnte sein."
Ich:" Herr Dr. Wir müssen kurz beraten. Es geht ja um was."
Jan:" Okay, frag nach Sallos."

9.) Ist es von der Firma Sallos? --> "Nein."
10.) Es ist was von Harbibo ?
Die Antwort kam niederschmetternd --> "NEIN.

Dann holte er die Tüte. Es waren Katzenkinder von Katjes.

Ich:" Aber Herr Dr. Das ist Lakritz."
Dr. Incredib:" Nee. Lakritz und Katzenkinder sind Grund verschieden."
Ich:" Aber Herr Dr. Da schummeln sie jetzt aber."
Dr. Incredib:" Na und, ich bin der Chef und ich mache die Regeln."
Ich:" Wir hätten also niemals gewinnen können."
Dr. Incredib:"Natürlich nicht. Denken sie ich verozocke hier mein Lakritz. Tztztz . Lächerlich."

Wir gingen kurze Zeit späte nach Hause. Wir fuhren mit dem Auto von dem Jan seiner Mutter, wie man im Ruhrgebiet sagt.
Auf dem Weg nach Hause viel mir ein im Wind flatternder Zettel unter dem Scheibenwischer auf.
Ich holte ihn an einem Stopp-Schild rein.
Jan hat morgens auf einem Bürgersteig geparkt. Das durfte er nicht.
Zeitpunkt der Festellung: 15.37 Uhr
Wann saßen wir im Auto: 15.50 Uhr
13 Minuten die dem Jan nun erstmal 15 Euro kosten werden.

Aber naja, es ist Wochenende.
Das wars dann fürs erste, bis Montag.

Donnerstag, August 24, 2006

Achtzehnter Arbeitstag

Heute war wieder der sogenannte lockere Donnerstag.
Eigentlich....
Doch scheinbar meinten ein paar gewisse Damen aus unserer Apotheke, dass wir etwas mehr arbeiten sollen.
Da gibt es zum einen die Frau M. Diese ruft immer durch die ganze Apotheke "Ziiiiviiiiiis" oder "Juuuuuungs". Zum kotzen. Für jeden scheiß ruft die uns.
Ziiiiiviiis, macht mir mal den Popo sauber.

Wir konnten also heute mehrmals ins Krankenhaus laufen, um einzelen Pakete wegzubringen.
Das beste: die Stationen wissen gar nix von den Paketen und wolln die nicht annehmen
Noch viel besser: Frau M. unterstreicht die Wichtigkeit der Lieferungen stets mit einem "ist sehr wichtig." Alles was sie uns gibt ist wichtig.
Heute wies sie uns darauf hin, dass wir immer die Kartons nehmen sollen die oben liegen.
Okaaaay, wir haben zuvor natürlich IMMER die Kartons von ganz ganz unten genommen.
Für wie dumm hält die uns eigentlich.
Das schlimme ist, dass sie es ernst meint.

Das sind dann so Momente da denkt man: Zivildienst sucks!

Ach ja, gestern hat ja Frau S. einen Fehler gemacht, den Jan ausbaden musste.
(30 Kartons Infusionen packen fürn Arsch)
Frau S. Highlight des Tages: "Ihr müsst auch mal euer Gehirn einschalten. Das war eure Schuld. Ihr seid dumm. Das war euer Fehler gestern. Auf jedem Fall"
Jan griff natürlich sofort ihr grammatikalisches Unvermögen auf, das bei ihr häufig vorkommt.
"Es heisst `Auf jeden Fall´, mit n, nicht mit m."

Der Fehler über den die ganze Zeit debattiert wurde, lag aber eindeutig in der Datenerfassung und damit haben wir mit Sicherheit nix zu tun.
Aber man darf ja nix sagen. Sonst gibts Ärger in der Apotheke. Also runter schlucken und schweigen.

Direkt im Anschluss kam eine Humpelfrau. Die ist immer besoffen und humpelt durch die Gänge und kippt vor lauter Suff fast um. Sie hat noch nie mit uns geredet. Eigentlich hat sie heute nur über uns geredet. Gelästert quasi, aber wir standen daneben.
"Die neuen Zivis haben sich schon die Faulheit von den alten Zivis angeeignet."
Da hätte ich diese dumme Kuh fast genommen und sie gehauen. Ins Gesicht und so. Voll feste.
Aber hab ich nicht.
Was denken die eigentlich wer die sind? Meinen weil sie alt und schrumpelig sind auf die Kacke hauen zu müssen.

Dann unterhielten wir uns mit dem Chef.
Er erzählte uns, dass er heute morgen schon einen Apfel, eine Banane und eine Nektarine gegessen habe.
Er stehe aber erst um 6.30 auf. Sei aber schon um 7.30 auf der Arbeit.
(Dr. Incredib hat übrigens eine Glatze)
Ich:"Ach ja, sie brauchen sich ja morgens nicht die Haare machen."
Er hat sogar gelacht.
Den Witz hab ich dann später nochmal angewendet, als ich Jan und mir Operationsmützen (diese verdammt coolen grünen sterilen Dinger) besorgte.
Ich:"Hier Jan, eine Mütze für dich. Ach Herr Dr. Incredib, wollen sie auch eine? Quatsch, sie brauchen ja gar keine."
Ich bin schon ein Schelm.
Zum Glück hat der Chef Humor. Bis jetzt zumindest.
( Es heisst übrigens "zumindest" und nicht "zumindestens". Es gibt die Wörter "zumindest" und "mindestens", die teilweis bedeutungsgleich angewendet werden können. Vermischen sollte man sie aber nicht. Solche Wortkreuzungen gibt es öfter und sind VERBOTEN. Darauf stehen empfindliche (empfindlich bedeutet in diesem Fall hart) Strafen.)

Heute schlug mir ebenfalls eine Mitarbeiterin vor ich solle doch meine Erlebnisse des Tages in einem Tagebuch schreiben. Ich könne das ja auch auf einer Internetseite online stellen.
Ich glaub das ist ne gute Idee. Ich glaube ich mach sowas mal. Mal schauen ob das jemand liest.

Mittagessen:
Ich kredenzte mir Hühnerfrikassee. (Doppel s und doppel e. Sieht komisch aus, ich weiss)
Nicht so gut wie bei der Oma, aber es war akzeptabel.
Jan aß Kartoffelpüree.
Ein Püree war ursprünglich ein Brei aus Hülsenfrüchten. Interessant, oder?
Mein essen war gut. Jans glaube ich auch. Zumindest hat er es nicht wieder auf den Tisch erbrochen, wie gestern.

Gegen Nachmittag mussten wir abglaufene Flaschen mit irgend sonem Zeugs weg schütten.
Die haben gestuuuunken.Da durften die Zivis mal wieder die Drecksarbeit machen.
Aber so nicht. Wir werden den Laden noch umkrempeln.
Heute haben wir durch Zufall die Bremsschläuche von den bösen Mitarbeiterinnen durch geschnitten. Die Zange hat die Schläuche wie von alleine durchgeknippst.

Morgen geht eine von ganz wenigen Kompetenzpersonen in den Urlaub.
Und wer macht nun ihre Arbeit?
Die unkompetenteste Person aus der gesamten Apotheke, vielleicht sogar der ganzen Welt.
Es ist genau die Person die immer "Ziiiiviiiis" ruft.
Schlimmer hätte es nicht kommen können.

Arrrrgh, bis morgen.

Mittwoch, August 23, 2006

Siebzehnter Arbeitstag

Heute ist der sogenannte Terror-Zivi-Comeback-Tag.
Jan drehte mal wieder auf.
Alles begann um ca. 10 Uhr.
Ich war gerade unterwegs, als Jan 30 Kartons Infusionen a 5 Kilo auf eine Palette packte.
Ich kam zurück und Jan zog schon eine Fresse die nix gutes ahnen liess.
Jan:"Ich hab den ganzen Scheiß hier umsonst gepackt. Die Frau S. hat das falsch eingegeben. Die meinte 3 Kartons und nicht 30."
Jan wurde immer stinkiger. Als dann auch noch Frau S. sagte "Tja Jan, da haben wir beide wohl einen Fehler gemacht. Da haben sich zwei dumme gefunden." sah man Jans funkeln in den Augen.
Der Terror-Zivi ist zurück.
Dieses diabloische Grinsen, 100% auf Hass eingestellt.
Der böse Jan ist wieder da. Jetzt können sich alle warm anziehen.

Auf der NR2 war unser zweites Highlight.
Wir kamen in das Schwesternzimmer. Hier war gerade eine Besprechung.
Schwester 1: "Ist das hier ein Bahnhof?"
Ich:"Nee, das ist das Schwesternzimmer."
Wir liefen ein paar mal rein und raus. Brachten Infusionen in das Zimmer.
Schwester 2:"Also so langsam reicht es aber."
Schwester 3:"Das muss doch echt nicht sein."
Mir platzte der Kragen. Ja, es war soweit. Eigentlich bin ich da eher gelassen.
Normalerweise können die mich am Arsch lecken, aber wenn 3 unfreundliche, abgefuckte, drecks, scheiß Schwestern, meinen sie wären Etepetete, dann platz auch mir der Kragen.
Ich hab ja auch keine Lust da ständig rein und raus zu laufen.
Das können die ab heute selber machen.
Ich fluchte, während ich meine Kartons ablud.
Als ich vor der Tür stand unterhielt ich mich mit einem Besucher.
Dieser war auch stinkesauer, weil die Schwestern so unfreundlich waren.
Besucher:"Das ist ein Affenhaus hier."
Ich:"Wissen se was? Hier sind echt nur wenige, die nicht bescheuert sind."
Besucher:" Die Leute sind teilweise echt unverschämt."
Dann zeigte er einen Vogel und sprach:" Düdelüdelü. Piep piep piep."
Abschließend machte er einen Scheibenwischer, sagte "Alle bekloppt".
Dann ging ich.
Im Aufzug schlug ich ein paar mal gegen die Wände. Ich war auf 180.
Dann wollten wir essen gehen.

Vorsichsthalber riefen wir in der Apotheke an.
Dr. Incredib:" Wo seid ihr? Wir versuchen seid 45 Minuten euch zu erreichen."
Ich:" Dann ist scheinbar unser Pieper kaputt."
Dr. Incredib:" Dann kommt mal bitte hoch."
Es gab natürlich keinen Ärger. War ja nicht unsere Schuld. Aber wie kann denn bitte so ein scheiß primitives Ding kaputt gehen.
Ach ja. Es ist mir ein,zwei, zehn mal hingefallen. Hmm, könnte das der Grund sein.
Ich sage: Ja.

Dann fuhren wir Medikamente.
Jan führ ein Rollbrett mit 8 Boxen darauf.
So ein Wagen hat eine höhe von 150cm, ungefähr.
An einer Stelle, die sich durch schlechte Bodenqualität auszeichnet, kippte der Wagen nach vorn.
Jan fluchte. Er trat energisch gegen die Boxen.
Regte sich darüber auf das die Qualität der Wege so schlecht sei und wir trotzdem unsere Arbeit machen müssen.
"Täglich werden Tausende von Euros aus den Krankenhaus-Fenster geschmissen. Die sollen mal von dem Geld die Wege und Straßen fertig machen." schrie er während er noch energischer gegen die Boxen trat.

Die Leute guckten schon komisch.
"Ist das dieser Terror-Zivi" fragte eine Oma.

Dann spielten wir einen Klitzekleinen Streich.
In einem Schwesternzimmer vertauschten wir an einer Magnettafel die Magnetpins, die die Schichten anzeigen.
Somit hat Schwester Gerda nun eine andere Schicht.
Schwester Julia hat keine Schicht mehr diese Woche.
Lustig, oder?

Am Ende des Tages überlegten wir uns ein neues Ritual einzuführen.
Die letzte Station die an einem Tag beliefert wird, muss uns Süßigkeiten schenken.
Schwester Motuba (kommt ursprünglich aus dem Kongo) glaubte uns und schenkte jedem einen Raffaello. Als sie weg guckte klauten wir jeweils noch 2 pro Person. Hehehe.

Mittagessen:
Indische Reispfanne
Da waren Aprikosen und Rosinen drin. Bah bah bah bah bah.Das war nicht sehr lecker.
Jan aß Hühnerkeule.
Er tat es auf die Old-School Art und Weise.
Er schmiss die Knochen hinter sich, rülpste laut, und rief nach mehr Keulen.
Jaja, unser Terror-Zivi.
Ich hatte ihn ja schon vermisst.

Unsere neue Einstellung (auch meine):
100% Konfrontation
0% Toleranz
0% Respekt

Bis morgen!

Dienstag, August 22, 2006

Sechzehnter Arbeitstag

Nur noch 131 Tage bis zum Jahresende.

Ich könnte natürlich nun einige Informationen zum 22. August geben.
Da hab ich jetzt aber keine Lust drauf. Und weil ich der Autor bin und da keine Lust drauf habe werde ich es auch nicht machen.Da kannst du, lieber Leser, rein gar nix tun.
Stattdessen schreibe ich etwas über die klimatischen Bedingungen in meinem Zimmer.
In meinem Zimmer beträgt die Temperatur in 1,40m höhe 23.2° C.
In 40cm höhe hingegen nur 22.4°C. In Ocm Höhe beträgt die Temperatur 22.3°C.
Diese Temperaturkurve ist eine Parabel der Form 0,625*x² + 22,3 = f(x).
Eine Parabel sieht aus wie ne Satelitenschüssel. Eigentlich sieht ne Satelitenschüssel so aus wie ne Parabel. Parabeln sind ca. 12 Jahre älter als Satelitenschüsseln (ungefähre Zeitangabe)
Rechnet man die Temperaturkurve einmal aus, so ergibt sich, dass in 4 Metern Höhe eine Temperatur von 32.3°C sein müsste.
Heftig, oder?
Mein Zimmer ist aber nur gut 2,30 hoch, halt so hoch wie ein normales Zimmer ist. Also ist das mit den 4m Höhe quatsch. Wär ja auch noch schöner wenn bei mir an der Decke 30°C wären.

So, genug geschwafelt. Kommen wir zum Tagesgeschäft.

Was ist uns denn heute passiert?

Wir haben eine neue Masche.
Wir gehen auf die Stationen liefern das Zeug ab und verabschieden uns mit "Ein schönes Wochenende". Der Witz ist, dass heute Dienstag ist. Also noch gar kein Wochenende.
Die meisten antworten dann: "Ahh, euch auch ein schönes Wochenende."
Dann lachen wir die Schwestern aus und sagen, dass erst Dienstag sei. Das ist sehr lustig.
Harharhar.
Als wir in einem Aufzug standen erzählten wir einer Oma von unseren Streichen.
Sie sagte, dass wir sehr gewitzt seien, woraufhin wir uns bedankten.
Oma: "Ihr seid aber sehr gewitzt."
Wir:"Danke."
Als wir den Aufzug verließen sagte ich "Schönes Wochenende."
Oma: "Daaanke. Schönes Wochenen.... Saubande."
Dann schlug sie mir auf den Arm.
Angriff auf einen Zivi.
§5 des Zivi-Rechts: Eine Oma darf einen Zivi nicht schlagen.
2 Jahre auf Bewährung.
Tja Oma, Pech gehabt.

Später warteten wir auf einen Aufzug.
Wir standen als erste mit einer Palette da.
Der Aufzug kam und kam nicht. Nur einer funktionierte. Der andere war defekt. Wenn ich schreibe das der eine funktioniert beinhaltet das ja, dass der andere defekt ist, sofern man weiss das es sich um 2 oder mehr Aufzüge handelt. Ich hätte das also nicht schreiben brauchen (also das der eine defekt ist), da der aufmerksame Leser weiss, dass wir immer mit den Doppelaufzügen fahren.
Etwas später kam ein Pfleger mit einem Bett.
Wir warteten, und warteten, und warteten....
Jan und ich beschlossen zu gehen.
Wir waren gerade am Pfleger vorbei, da kam der Aufzug.
Pfleger:"Tja Jungs, Pech gehabt."
Jan blieb relativ gelassen. Er lächelte leicht. Man hätte aber auch Hass lesen können.
Oder es war das diabolische Lächeln des Teufels, kurz bevor er seinen stahlharten Stab.... lassen wir das.
Ich dachte mir nur : "Wichser!"
Komischerweise kam in diesem Moment das Wort "Wichser!" auch aus meinem Mund.
Da wollte ich das Wort nur denken, sprach es aber. Verflixt.
Der Pfleger guckte bekloppt.
Ich:" Und jetzt?"
Der Pfleger ging in den Aufzug.
Loser!!!

Eine Weile später war ein anderer Pfleger ,der mit einem Bett nicht in den Aufzug kam, auf dem Weg in den Aufzug. Verwirrend.
Ich half dem Pfleger.
Er sagte:" Danke. Die eine Hand wäscht die andere."
Die Tür ging zu:" Toll, was hilft mir das denn wenn ich dem seine scheiß dreckige Hand wasche, wenn meine viel sauberer ist. Das lohnt sich ja gar nicht."
Die Tür ging auf:" Das habe ich gehööört."
Alle lachten. Das ganze Krankenhaus lachte. Hach wie erfrischend.


Um 2 Uhr waren wir erneut in einem Aufzug. Wir waren scheinbar heute nur in Aufzügen unterwegs.
Wir waren zu Fuß. Ich meine bevor wir den Aufzug betraten.
Zu diesem gerade beschriebenem Zeitpunkt waren wir natürlich zu Aufzug und nicht zu Fuß.
Es war viel Platz im besagten Aufzug. Platz zum Beispiel für ein Bett.
Die Tür öffnete sich. Der Wichser-Pfleger stand draussen.
Pfleger:" Darf ich bitte rein. Ich hab gleich Feierabend und kriege meinen Bus sonst nicht."
Jan:" Tja Junge, Pech gehabt."
Anschließend drückte ich den Tür-Zu-Knopf und wir verließen die Etage, auf der ein fluchender Pfleger stand.
Ach ist das Leben schön. Die eine Hand wäscht die andere.

Und da ist schön wieder diese König-Bauer-Geschichte.
Wenn man Hilfe braucht kann man echt nur auf die zählen, die im gleichen Boot sitzen.

Moment mal. Die im selben Boot sitzen. Man sitzt ja in EINEM Boot, nicht in einem Boot was nur so aussieht.
Merksatz: Zwei Männer fahren das gleiche Auto und ficken die selbe Frau.
Andersrum würde es nur funktionieren wenn die Frau eine eineiige Zwillingsschwester hätte und die Männer sich ein Auto teilten.

Solangsam haben wir raus, mit wem man sich ein gutes Verhältnis schaffen sollte.
Schwestern und Ätzte gehören nicht dazu. Da haben sie Pech gehabt.

Und nun zum schwerwiegendsten Grammatik-Fehler des Tages.
Schwester:"Ihr könnt mir das nachher geben. Falls ihr mich heute noch sieht."
Da kann man nix mehr zu sagen, denke ich.

Heute haben uns übrigens die Ex-Zivis David und Christopher besucht, nur um in MEINEM Bericht zu erscheinen.
Außerdem wollten sie uns zeigen was wir alles falsch machen und was sie alles besser machen können. Wir haben die Hilfe natürlich undankend abgelehnt.

Denn WIR sind die neuen Platzhirsche.
Für die nächsten Monate haben WIR immer Recht, WIR haben die meiste Ahnung und WIR... jetzt fällt mir kein dritter Punkt ein.
Egal.

Bis morgen.

Montag, August 21, 2006

Fünfzehnter Arbeitstag

Heute gibt es gleich doppelte Informationen für euch.
Zum einen lernt ihr etwas über die Zahl 15, zum anderen über den 21. August.
WOW! UNGLAUBLICH! , werdet ihr sagen.
Aber nein, so ist es!

Fünzehn ist eine Dreieckszahl und die kleinste Pseudoprimzahl.
15 ist die Ordnungszahl von Phosphor.
(Scheinbar ist die Fünfzehn sehr unspektakulär. Was ne scheiß Zahl)

Am 21. August verbleiben genau 138 Tage bis zum Jahresende.
Es passierten sehr viele bedeutende und unbedeutende Dinge an diesem Tag.
Am 21. August besiegte Friedrich der Große eine doppelt so großes österreichisches Heer(YEES!!!), die Mayflower verließ ihren Heimathafen (die Mayflower segelte nach Amerika um das Land zu besiedeln) und in China viel ein Sack Reis um.
In Deutschland wird das Gesetz zur Bekämpfung des Missbrauchs von Mehrwertdiensterufnummern verabschiedet.
(Gesetzte werden übrigens immer verabschiedet. Das heisst dann nicht das sie dann weg sind, sondern das sie dann in Kraft treten. Die Leute im Bundestag sagen "Tüss" zum Gesetz und das Volk sagt dann "Hallo", in den meisten Fällen aber "Verpiss Dich" zum Gesetz. Jaja, so ist das)

Es wurden ebenfalls viele berühmte Persönlichkeiten geboren und natürlich sind auch einige gestorben.
Geboren unter anderem: Anathoon Aal (norweg. Phil.), Edna Ferber (US - Schriftst.) und
Andrei Phillipowitsch Pashchenko (russ. Komponist)

Über den Jordan gingen: Schapur III (Perser König), Wiktor Zoi (russ. Rocksänger) und noch viele andere mit komischen Namen.

Jetzt zum eigentlichen Thema.
Was passierte heute auf der Arbeit?
Mhhm. Überlegen wir mal.

Morgens kurz vor Acht:
Eine Kollegin mit polnischem Akzent kam heute aus dem Urlaub zurück.
Frau:"Hallo, ich bin Frrrau ...." (Name vergessen)
Ich:" Hallo, ich bin Tim."
Frau:" Kerrrrrstin?"
Ich: "Nein, Tim."
Frau: "Krrrristin."
Ich: "NEEEEIN. TIM!"
Frau:" ??? Häh????"
Jan: "Ich bin Jan."
Frau: "Ahhh, Jan, das ist einfach.Kurz Name. Kurz."

Mittags auf der Inter1
Wir kamen mit einer Palette und einem Aluwagen auf der Station an.
Jan:" Booar. Ihr habt aber viel bestellt. Das ist alles für euch."
Schwester: "NEIN! Kann nicht sein."
Jan:" War nur spass."
Schwester: "Ihr meint auch ihr wärt Spaßvögel, oder?"
Jan: "Mhhmz."
(Im Gegensatz zu früher ist Jan nicht mehr auf totale Konfrontation aus. Das war auch gar nicht gut für sein Herz, als er sich so aufgeregt hat. Jan hat nämlich Herz. Jan hat auch Rücken und Schilddrüse. Armer Jan.)

Wir machten noch ein wenig Schabernack, man könnte auch sagen, wir verarschten die Schwester, die langsam immer böser wurde. Dann fanden wir ein gemeinsames Thema.
Ich:" Aber eines muss man sagen. Die Leute die die Paletten packen scheinen ja nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben. Ich sag nur : bescheueeeert."

(Wir packen die Sachen übrigens selber, also Jan und ich)

Schwester:" Ja, man hört überall nur schlechtes über die."
Jan:" Die sind so dumm. Die packen teilweise so scheiße. Da kann man sich nur an den Kopf packen."
Schwester: "Idioten!"
Ich: "Und wir müssen das ausbaden. Das sind so Billig-Arbeiter.
Schwester: "Aber das ist immer so. Die einen machen scheiße und die anderen leiden drunter."
Wir gingen und konnten unser lachen gerade so verbergen. Diese Frau hat sich gerade mit uns zusammen über unsere Arbeit aufgeregt und uns als "Idioten" bezeichnet. Sehr schön. Sehr, sehr schön.

Einige Zeit später standen Jan und ich vor einem Aufzug.
Wie aus dem Nichts sagte Jan: "Du bist ein scheiß Software-Pirat."
Ich:"Du bist ein scheiß Software-Pirat."
Jan:"Du bist ein scheiß Software-Pirat."
Ich:"Du bist ein scheiß Software-Pirat."
Jan:"Du bist ein scheiß Software-Pirat."

Die Aufzug Tür öffnete sich. Ein Mann stand darin. "Technischer Dienst" stand auf seinem Namensschild. Also das ist nicht sein Name. Seinen Namen hab ich vergessen. "Technischer Dienst" ist sozusagen sein Dienstrang, falls man das als Rang bezeichnen könnte.

Ich: "Hier, der Jan, der ist ein scheiß Software-Pirat. Den können sie Anzeigen. Der macht das immer!"
Mann:" Das ist mir egal."
Jan:" Der Tim ist ein scheiß Software-Pirat."
Ich:" Neien!!! Das stimmt nicht. Dieser Jan hier, DER ist ein Software-Pirat."
Mann: "Das ist mir sowas von scheißegal was ihr seid."
Jan:" Was ist in den Kartons da?"
Ich:" Bestimmt Computer. Bist du auch Software-Pirat?"
Jan:" Du bist ein Software-Pirat!"
Mann:" Ihr seid doch bescheuert."
Er verließ den Aufzug

Dann haben wir heute angeblich einen Karton im Wert von 800€ "verloren".
Haben milden Anschiss bekommen. Wir gaben uns dann als Klaus und Uwe aus, falls sich jemand beschweren wolle.

Wir haben das Paket natürlich nicht verloren. 3 - 2 -1 Meins ! Einfach mal bei Ebay unter "P16 Antikörper" nachschauen. Fleissig mitbieten !!!

Mittagessen:
Kassler mit Bratkartoffeln.
Naja, naja, naja, mhm, brzbrtz, ich weiss ja nich, war nich soooo super,
egal: verdaut und abgehakt, bzw. fäkalisiert

Apropos Fäkalien
Jan und ich durften heute in den Fäkalien-Raum.
Wieso gibt es sowas??? Man könnte den Raum doch auch "Zauber-Raum" oder "Duft-Raum" nennen.
Aber allein der Name ist schlimm genug.
Situation:
Neurologie 3
Schwester:" Nein, das kommt hier nicht hin. Das kommt in den (draußen donnerte und blizte es heftig, die Stimme der Schwester wurde tiefer, ihre Haare standen zu Berge, von irgendwoher kam starker Wind) F Ä K A L I E N - R A U M."
Jan: " Ihhh."
Tim: "Ihhh."
In dem Raum stand ein Behälter.
Jan:" Was ist dadrin?"
Schwester:" Ehmm, Fäkalien..."
Jan:" Ui, ich dachte das wäre ein Kühlschrank."
Dann wollte uns die Schwester erklären wie die Fäkalien darein kommen aber wir haben dann das Gespräch abgebrochen.
Über solche Sachen kann die Schwester mit den Zivis reden die Omas sauber machen oder sonst was.

Ach ja, nochwas.
Aufgrund unserer strengen Religiösität wollen Jan und ich ein 11. Gebot ins Leben rufen.
"Du sollest dein Weibe nackt rumlaufen lassen."
Wer dafür ist schreibe bitte "Dafür" in die Comments.
Wer dagegen ist schreibe bitte eine SMS mit "Feuer" an die 112.

Danke und bis morgen.

Freitag, August 18, 2006

Vierzehnter Tag

Jaja der vierzehnte Tag.
Auf einer Skala von eins bis 10 (Wenn 10 gut ist und 1 doof) ist der 14. Arbeitstag ne 7, vllt. sogar ne 8 wenn er sich anstrengt.
Der vierzehnte Arbeitstag ist ein bischen besser als der dreizehnte Arbeitstag, aber bei weitem nicht so gut wie der zwölfte Tag, doppelt so gut wie der fünfte Tag, aber nur ein Hauch schlechter als der zweite Tag.

Es passierten NATÜRLICH wieder einmal schier unglaubliche Dinge.("schier" wird zu der Liste der dümmsten Deutschen Wörter hinzugefügt)

Schon relativ früh musste ich ein Rollwagen mit Kartons wegbringen.
Sehr wackelige Angelegenheit.
Glücklicherweise kosteten die Pakete auf dem Wagen nur ein paar Tausend Euro.
Wenn sie runterfallen würden, wär ich tot, würde unehrenhaft aus dem Zivildienst entlassen und dann würde mein toter Körper an Seilen hinter Autos hergezogen. (Leichenschändung nennt man das)
Ich liess nichts fallen. Sonst wär ich ja auch nicht hier und würde das gerade schreiben.
Somit wusstet ihr schon als ich das erste Mal "tot" geschrieben habe, dass ich nix fallen gelassen habe, denn dann wäre ich ja nun tot und nicht hier.Ihr Füchse.

Auf dem buckligen Berg kam mir dann Harry zu Hilfe. Er ist der Müll-Mann.
Sehr nett. Ohne ihn wär ich jetzt tot. Somit ist Harry (englisch Aussprechen, er ist Farbig" mein Lebensretter.

Ich kam nach einiger Zeit bei der Gefäß-Chirurgischen-Ambulanz an.
Ich hatte dummerweise vergessen einen Lieferschein vom Chef gegenzeichnen zu lassen.
Würden die Kartons weg kommen, könnten die mir ans Bein pissen und sagen, ich hätte es verschlampt. Aber nicht mit mir.
Ich:"Hi, ich hab da nen Fehler gemacht. Hab vergessen den Lieferschein vom Chef gegenzeichnen zu lassen. Können sie mir den Empfang bestätigen, damit man nicht nachher sagt ich hätte das verschlampt oder so. Das geht ja hier um ein paar Tausend Euro."
Schwester:" Sowas kenn ich hier nicht."
Ich:" Ja klar,Es ist eine AUSNAHME.War ja auch mein Fehler.Kommt auch nicht mehr vor Wenn sie es mir nicht gegenzeichnen, muss ich es wieder mitnehmen und sie können bis Montag drauf warten."
Schwester:" Das muss ich abklären gehen."
Nach ein paar Minuten kam sie zurück.
Schwester:" Nein, das machen wir nich."
Ich:" Wo ist denn das Problem das sie das unterzeichnen. Ich geh doch hier kein Risiko ein, für ihr dummes Paket."
Schwester:" Okay, dann muss ich aber in die Pakete gucken."
Ich:" Alles klar.Von mir aus."
Schwester:" Aber sowas ist hier noch nicht passiert."
Ich:" Ich versuche es nochmal. Also, ich habe die Pakete abgeholt, obwohl sie noch nicht hätten weggebracht werden dürfen. Damit ich nicht nochmal hochlaufen muss, frage ich sie ob sie das gegenzeichnen, damit es hier als angekommen gilt. Es geht ja um ein paar Tausend Euro. So, ich geh dann jetzt. Danke für die Unterschrift."

Mittags brachten wir dann einige Sachen zur Inter2.
Morgens viel uns schon auf das die Inter2 viele Lieferscheine hatte. Anstatt einen hatten die 4. Lieferscheine.
Wir stellten alles vor das Schwesternzimmer.
Dann kam eine aufgeregte Schwester angerannt. Schmiss den Berg um und schrie:" Das brauchen wir nicht. Könnt ihr alles mitnehmen. Wir haben das nicht bestellt."
Jan:" Ja klar haben sie das bestellt. Es sind ja auch Lieferscheine in der Apotheke angekommen."
Schwester:" Neeein. Ich nehm das nicht aaaan!!!!"
Ich:" Warum bestellen sie die Kacke erst und dann können wir es wieder wegschleppen."
Schwester:" Kann ich ja nix für wenn ihr das nicht auf die Reihe bekommt."
Ich:" Schlampe."
In echt hab ich das nicht gesagt. Ich habs aber gedacht. Das ist ja sowas ähnliches.

In einem Aufzug trafen wir eine Schwester die ein Tablett mit Essen trug.
Wir fragten sie, ob sie ein Karton mitnehmen könne.
Schwester:" Nein, das ist mir zu schwer. Ihr seid 2, ich bin alleine."
Ich:" Ja gerade drum könnten sie das mitnehmen."
Die Schwester guckte verwirrt.
Schwester:" Ich nehms nicht mit. Ihr könnt das tragen. Das ist euer Job."
Der Aufzug hielt auf ihrer Station
Jan:" Nehmen sie den Karton jetzt mit, oder nicht?"
Schwester:" Passt mal auf meine Lieben. Ganz ganz vorsichtig jetzt!"
Wir lachten sie lauthals aus.

In der OP gab uns eine Schwester Betäubungsmittel.
100 mal so stark wie Morphium. Uiuiui.
Eine Retour.
Schwester mit phillipinischem Akzent:"Nichte falle lasse."
Jan:" Können wir die essen?"
Schwester:" Nichte falle lasse. Teuer."
Jan: "Aber essen können wir die?"
Schwester:" Nichte esse. Nichte falle lasse."
Jan:" Können wir die jetzt essen, oder nicht."
Schwester:" ihre mach mich wahnsinni"
Wir mögen diese Schwester sehr. Die ist immer echt nett, freundlich und für jeden Spass zu haben.

Dann erzeugten wir ein Dejavu.ABSICHTLICH
In der Intesivstations-OP brachten wir ein paar blaue Boxen weg. Kamen nach ner Minute zurück weil wir noch ne Box vergessen hatten.
1. Mal auf der Station:
Jan und ich betraten den Bereich und sangen "Dschingis Kahn" von Dschingis Kahn.
Wir gingen zu der Schwester und sagten "Guten Morgeeeen".
Stellten die Box ab und fragten wo die leere Box sei.
"Die leere Box ist im Vorraum."


Wir bemerkten unseren Fehler und beschlossen die Tat von gerade genau so zu wiederholen.

2. Mal auf der Station ca. eine Minute später:
Jan und ich betraten den Bereich und sangen "Dschingis Kahn" von Dschingis Kahn.
Wir gingen zu der Schwester und sagten "Guten Morgeeeen".
Stellten die Box ab und fragten wo die leere Box sei.
"Häh. Ihr wart doch gerade schonmal hier. Oder hab ich ein Dejavu."
Wir lachten, es war ja auch lustig. Wir sind echt Rabauken.


Und nun die Liste der Leute die UNS nicht leiden können, die UNS vieleilcht sogar hassen:
1.) Doktor auf der Derma-OP --> Jan stritt sich mit ihm wegen Jans Gespräch mit einer Schwester (Tag 5)
2.) Schwester im LKH --> angeblich warteten die eine Woche auf ihre Ware (Tag 13)
3.) Schwester in NR1 --> angeblich waren die blauen Boxen schon 4 Tage da (Tag 13)
4.) Mann der uns entgegen kam --> wir sagten, dass alle Arschlöcher ne Krone kriegen (Tag 13)
5.) Schwester in der Gefäß-Amb --> Problem mit dem Gegenzeichnen (Tag 14)
6.) Schwester im Aufzug --> Karton-Problem (Tag 14)
7.) Schwester auf INT2 --> angeblich falsche Lieferung (Tag 14)

Bisher schaffen wir echt gute Grundlagen für unsere neun Monatige Arbeitszeit.
Juchuhhh.

Dann erlaubten wir uns ein Witzchen.

Wir hatten eine Retour von der Inneren Medizin 4.
Das waren so abgelaufene Riech Sticks und Schmeck Sticks.
Damit werden die Fähigkeiten des Riechens und Schmeckens getestet.
Die Sticks waren abgelaufen.
Wir schrieben auf die Box
"Nur von Personen der Kompetenzstufe 3 zu öffnen. Prof. Dr. Blabla"
Wir kamen in die Apotheke und gaben es ab mit dem Hinweis das es NUR von Personen der Kompetenzstufe 3 zu öffnen sei.
Niemand wusste genau was das sein soll.
Nach einer Minute lösten wir das Rätsel, da ein gewaltiger Lacher aus unsere Mündern quoll.
Keiner lachte, außer uns. Das kam gut an.

Dann war es Zeit für ein kleines Konzert. Jan sang einige Welthits.
Von Mariah Carrey, über Whitney Houston nach Celine Dion.
Seine Stimme ging ins Mark. Die Tränen flossen bei einigen Mitarbeitern. Er traf sogar das hohe C , was für besondere Begeisterung sorgte.
Jan hat eine klassische Opernausbildung der Frauenstimmen erhalten und konnte auf diese Weise schon öfters durch seinen Gesang seelische Wunden heilen. Es ist eine von Gott gegebene Gabe die er zum Wohle der Menschen nutzt.
DANKE JAN!

schönes Wochenende

Donnerstag, August 17, 2006

Dreizehnter Arbeitstag

Jaja, der 13. Tag. Was fällt mir denn alles so spontan zu der Zahl 13 ein?
  • Dreizehn ist die sechste Primzahl, die zweite Wilson-Promzahl, eine zentrierte Quadratzahl, die kleinste Mirpzahl und der fünfte Exponent einer Mersenne-Primzahl
  • Dreizehn ist die zwischen Acht und Einundzwanzig liegende Zahl der Fibonacci-Folge
  • Dreizehn ist eine Unglücks- und Verschörungszahl
  • Donnerstag der dreizehnte Arbeitstag ist schon lange in der Mythologie des alten Griechenlands bekannt
  • Jetzt schlägts dreizehn

Der Tag begann mit lauter unsinniger Arbeit. So mussten wir viermal durch die Gegend wandern. Jede Wanderung dauerte 10 Minuten.
Bei der ersten Wanderung durften wir eine leere blaue Medikamenten Box abholen.
Was ein dummer Drecks-Scheiß. Für so eine Kacke laufen wir uns TÄGLICH die Füße platt.
Ich wiederhole nochmal. Die Box war LEER!
Das erfuhren wir leider erst vor Ort, sonst hätten wir diese sinnlose scheiß Arbeit nicht gemacht.
Morgen laufen wir eh wieder an der gleichen Stelle vorbei. Dann hätten wir das auch ohne Murren und Knurren abgeholt.

Dann mussten wir Chemotherapie-Infusionen wegbringen. Das ist wichtig.
Das wissen wir, seitdem wir einen Einlauf bekommen haben, weil wir das nicht soooo ernst genommen haben. Nachdem wir eingewiesen wurden ist es aber logisch und eine wichtige Priorität.
Wir kamen zur Neurologie.
Schwester: " Nehmt ihr die blauen Boxen mit?"
(Was wollen die alle??? Diese scheiß blauen Boxen. So wichtig sind die auch nich)
Jan:"Nee, die holen wir morgen ab."
Schwester:" Die stehen seit Montag hier."
Jan:" Das kann nicht sein. Ich hab hier gestern welche abgeholt."
Schwester:" Nein! Ich weiss genau das die seit Montag hier sind."
Jan:" Ich weiss genau das ich sie gestern mitgenommen habe."
Ich:" Komm Jan, wir gehen weiter."
Schwester:" Wenn ihr es nicht nötig habt die mit zunehmen ist es mir auch egal. Scheinbar habt ihr genug blaue Boxen."
Jan:" Jo, haben wir."

Anschließend gingen wir ins LKH. Links-Herz-Katheter-Untersuchungs-Raum.
Diese Untersuchung ist, wie jeder weiss, eine minimalinvasive medizinische Untersuchung, bei der ein Katheter durch Leiste, Ellenbogen oder Handgelenk eingeführt wird. Dann wird son bischen rumgeguckt und dann kommt der Müll wieder raus.


Wir kamen in den Lagerraum.
Schwester:" Endlich, wir haben schon eine Woche dadrauf gewartet.
Es gab kein Hallo oder so. Neeeein.Warum denn auch?
Jan:" Dann müssen sie das mal bestellen. Warten alleine bringt gar nix."
Die Schwester beendete das Gespräch mit einem durch die Nase gehauchten "Pff".

Ich entwickelte anschließend eine Theorie.
Jan und ich sind Bauern.
Jeder Arzt und auch jede Schwester sind König oder Königin.
In diesem Reich leben hunderte Könige und Königinnen.
Die Schwester, die die Bettpfannen sauber macht, ist zum Beispiel die sogenannte Bettpfannen-Königin.
Die Schwester (Königin) , die dem Arzt(König) die Spritzen reicht, ist die Spritzen-Königin.
Jeder König und jede Königin hat ihre/seine eigene royale Nische innerhalb des Königreichs.
Königinnen und Könige dürfen die Bauern scheiße behandeln.
Behandeln die Könige und Königinnen die Bauern hingegen gut, arbeiten die Bauern schneller und bevorzugen hin und wieder mal die lieben Könige/innen.
Die Bauer hassen die bösen Könige/innen.

Es gibt aber leide nur gaaanz wenige Bauern. Das reicht nicht für einen Aufstand.

Wir führten diese Theorie ein wenig aus, liefen derweil zurück zur Apotheke.
Am Scheiß-Berg lachten wir ein wenig.

Ich:" Und weisst du was. Dann holen wir von BurgerKing diese Papp-Kronen und jedem Arschloch hier im Krankenhaus schenken wir so eine Krone."
Ein Mann kam uns in diesem Moment entgegen.
Er war circa 10 Meter weg und sagte zu uns in einem Ton voller Abscheu und einer Spur Hass:
"Das findet ihr wohl witzig."

Jan und ich bemerkten, dass uns heute die Herzen zugeflogen sind.
Innerhalb von 10 Minuten wendeten sich 3 Menschen gegen uns.
Ich glaube wir legen gerade die Grundsteine für eine wundervolle Zivi-Zeit.

Dann war faulenzen angesagt.

Anschließend tauften wir zwei Angestellte der Apotheke auf die Namen Kiki und Purzel.
Die beiden waren nicht einverstanden. Pech gehabt.

Anschließend verarschten wir ein wenig C..
Ich: "Wie alt bist du?"
C.:" Rate mal!"
Ich:" 25."
C.: "Woher weisst du das?"
Ich: "Das steht auf deinem Namensschild."
C. suchte anschließend ihr Namensschild, das sie gar nicht an die Jacke geheftet hatte und bemerkte nachdem sie es fand, dass ihr Alter gar nicht drauf steht.

Anschließend versuchten wir die Angestellten mit Bonbons zu bestechen.
Wir wollten an Insider-Informationen gelangen. Über Betäubungsmittel.
(Morphium oder ähnliches)
Leider bekamen wir keine.

Wichtige Erkenntnisse des Tages:
  1. Unser Chef guckt gerne Arte, WDR und XXP (Das sind Fernsehprogramme. Das sind die Programme die kommen, wenn du RTL2 nimmst und dann ganz oft auf "ein Programm weiter" drückst. Das sind so Fernsehsender, da zeigen die Kunst und Kultur und so.Die zeigen berühmte Bilder und Musik und son Zeug. Aber keine Musik wie du sie kennst. Nein. So Musik ohne Gesang. Oft nur Klavier. Klaviere sind diese Kästen die so schwarze und weiße Tasten haben. Hast du bestimmt mal gesehn.
  2. Keiner (außer uns) mag unseren Chef (Wir kommen gut mit ihm klar)
  3. Die Leute werden immer unfreundlicher im Krankenhaus
  4. Es läuft noch ein Zivi mit nem kleinen Pferdeschwänzchen rum. Jan und ich haben diese Person zu unserem persönlichen Feind ernannt.
    Obwohl wir bisher kein Wort mit ihm gesprochen haben ist er uns akut unsympatisch.Der Typ macht nen pflegerischen Job. Soll er doch mit den Omas reden und nicht mit uns
  5. Die Köige opfern die Bauern immer als erstes

Mittagessen:
Schnitzel mit Zwiebelsauce, Kartoffeln und Blumenkohl
Herrlich

Als wir das Essen bekamen stand eine Frau vor uns die unbedingt Klöse wollte.
Leider waren Klöse gerade aus.
Sie sagte den Essens-Ausgeberinnen das sie sich hinsetzten und warten würde.

Nach ein paar Minuten kam eine sehr laute Lautsprecher-Durchsage.
"Biiiirte. Dein Esseeeeen ist feeeeeertiiiiiig."
Ein leises Kichern ging durch den Raum. Dieses Kichern wurde von lautem Lachen gestört, das von einem Tisch kam, an dem ein gewisser Jan und ein gewisser Tim gerade Mittag aßen.

Heute bin ich um halb 3 nach Hause gegangen.
Jan und ich haben beschlossen zu streiken.
Bauernstreik!

Mittwoch, August 16, 2006

Zwölfter Arbeitstag

Die Zahl Zwölf sieht geschrieben nicht nur komisch aus, nein, in ihr Steckt auch viel drin.

  • Zwölf hat fünf Teiler. 1,2, 3, 4 und6 (Teilen ist das gleiche wie durch nehmen. Auch bekannt als dividieren)
  • Sowohl das Hexaeder als auch der Oktaeder haben genau zwölf Kanten
  • In Mesopotamien spielt genau die zwölf eine herausragende Rolle
  • Es gibt genau zwölf Apostel
  • Es gibt genau zwölf Monate
  • Die Flagge der EU hat genau zwölf Sterne
  • Eine Menschen-Schwangerschaft dauert nich genau zwölf, sonder neun Monate
  • Bei Seebären beträgt die Tragzeit hingegen genau zwölf Monate
  • Jungtiere werden genau zwölf Monate gesäugt
  • Nach den Söhnen Jakobs wird das Volk Israel in genau zwölf Stamme geteilt
  • Am genau zwölften Tag im Himmel lud Mohammed alle seine Jungfrauen in die Curry-Wurst Bude ein
Ist das Zufall oder alles eine Verschwörung.

Heute mussten wir zum Gesundheitsamt am Westring in Bochum.
Das gute ist, dass da drin nix ausgeschildert ist. Labyrinth.
Aber wir fanden das richtige Büro. Dort gaben wir Perso und son Brief ab und mussten dann vor das Zimmer 201.
Jan war zuerst dran.
Da ich ja nicht durch Wände sehen kann, erzähl ich nur was bei mir passiert ist.
Ich kam rein.
Dicke Frau: "Können sie schon Pipi machen?
Ich: "Ähhm, nee im moment nicht." An dieser Stelle musst ich mir das lachen echt verkneifen.
Als ob ich 10 wäre. Neeein. Kein Urin abgeben. Pipi machen.
Dicke Frau: "Gut, dann machen wir die restlichen Test vorher."
Sehtest: Top
Hörtest: Top
Pipi machen: Flop
Hab vorher nix getrunken. Da geht das nicht so leicht. Hab dann erstmal nen Liter getrunken.
Dann kam die körperliche Untersuchung.(Noch vor der Urin Abgabe. Es wollte nicht laufen.)

Es wurde nicht nur der Körper untersucht, sondern wurden auch Fragen gestellt.
Nehmen sie Drogen, trinke sie Alkohol, rauchen sie?
Psychologische Behandlung?
Krankheiten? Operationen?
Impfungen?
Blablablabla!!!
Das übliche, was man so kennt.

Physische Untersuchung
(Physisch ist Körper und so, verstehst du?)
Reflexe, Leistenbrüche, Augen, Mund, Ohren, Dehnbarkeit....

Jan erzählte mir nachher das er sein Gemächt zeigen musste. Der Arzt wollte bei ihm auch nach einem Leistenbruch gucken.
Is ja dann viel praktischer wenn die Hose unten ist.
Auf meine Frage was der Arzt sagte, berichtete mir Jan das dieser sehr beeindruckt war, von der Größe des Donnerbalkens, wie Jan zitierte.
(Ich wurde von Jan gezwungen den letzten Satz zu schreiben)

Ich wartete vor der Tür.
Jan kam heraus.
T-Shirt zerissen. Haare zerzaust.
Der Doktor hatte Lippenstift am Mund.
Dieser Lippenstift war der gleiche den Jan heute trug.
Scheinbar hat Jan dem Arzt seinen Lippenstift geliehen oder so.

Dann musste ich nochmal zur dicken Frau.
Dicke Frau: "Können sie jetzt Pipi machen?"
Ich: "Gib her den scheiß Becher. Ich mach dir den jetzt voll! Verdammte Kacke. Denkste ich lass mich hier lumpen?"
Natürlich machte ich den ein Liter fassenden Becher voll. Ehrensache.

Dann kam eine junge hübsche Frau in den Raum.
Dicke Frau :"Können sie schon Pipi machen?"
Die junge hübsche Frau wurde rot im Gesicht.
Man sagt auch umgangssprachlich knallrot.
Knallrot ist eine Synästhesie. Knall is ja was zum Hören. Rot ist was zum Sehen.
Knick Knack
Die Frau wurde rot uns stotterte ein leises "Ja".
Ich frag mich zwar wie man ein Ja stottern kann. Hat sie auch gar nicht gemacht. Das Wort "stottern" hat einfach besser gepasst um ihre Nervösität zu untermalen.
Dann wurde meine Urin-Abgabe getestet.
Die dicke Frau hielt son Stäbchen rein.
Ich: "Und, bin ich schwanger?"
Dicke Frau: "Das testen wir hier gar nicht."
Ich: "Muss ich sterben."
Dicke Frau: "Das kann ich hier gewiss nicht sehen."

Später gings ab zur Arbeit.
Wir arbeiteten.
Erst packen, dann ausliefern.

Auf einer Station kam uns ein Mann entgegen. Er trug Blumen.
Ich: "Oh, sind die für mich?"
Er: "Nein!!!! Sie sind ja nicht krank!...........................Arschloch"

Dann mussten wir ins Haus F. Da ist die Neurologie.
Wir unterhielten uns sehr angeregt.
Auf jeder Station benutzen wir mindestens einmal die Worte "Arschloch" oder "Arsch", was uns aber erst später auffiel.
Dann kam es zu einer unserer zahlreich vorhanden Diskussionen über die Existenz von Wörtern.
Auf einer Station sagte ich einer Schwester, das der Jan sagt, dass hier alle doof seien und wir die Station nicht mehr beliefern würden.
Jan sagte: " Du bist ein intrigantisches Arschloch."
NATÜRLICH machte ich ihn SOFORT darauf aufmerksam das es das Wort "intrigantisch" nicht gibt. Als guter Bürger ist es ja meine Aufgabe, solche Dinge zu berichtigen.
Jan wusste das es falsch war, aber er gab es nicht zu. (um mich zu nerven/ärgern/beschäftigen)
Jan: "Es gibt das Wort intrigant und das Wort intrigantisch. Intrigant ist eher son Adjektiv und intrigantisch wirkt eher wie ein Verb. Das hab ich während meiner GZSZ-Zeit gelernt"
(Adjektiv = Wie-Wort
Verb = Tu-Wort)
Clever dieser Junge. Aber einen Künstler der Kalligraphie, wie ich es einer bin, kann man nicht austricksen. Kalligraphie ist übrigens die Kunst des Schönschreibens und wer meine Handschrift kennt, kennt meine elfengleichen, wunderschönen Zeichen, die ich auf das Papier zaubere.
Eine Schrift in der man sich verlieren, ja, man könnte sagen, durch die man in das Land der
Träume gelangt. Eine Traumwelt mit kleinen fliegenden Meerschweinchen, die sich singend und tanzend, um eine große Blume tummeln und das Wildschwein feiern, das kurz zuvor dem Gnu die Wiese zeigte, auf der sich Hase und Igel Gute Nacht sagen.
Genug der Selbstbeweihräucherung.

Nachtrag
Mittagessen:
Spätzle mit Gemüse-Zeug und Geflügelfleisch.
Kroketten.
Lecker.
Der Chef war wieder an unserem Tisch.

Ende für heute

Dienstag, August 15, 2006

Elfter Arbeitstag

Vom elften Arbeitstag habe ich bisher nur schlechtes gehört.
Dinge wie "scheiße", "mist", "total fürn Arsch" wurden mir entgegengeschrien wenn ich jemanden über den elften Arbeitstag ausfragte.
Somit wären wir schon beim ersten Thema.

Situation:
Wir in einem Aufzug.
Junger Mann arabischer Abstammung vor dem Aufzug.
Er:"Ich pass wohl nicht mehr hier rein."
(Lautsprache:" Isch pahs wol nisch mehirein"
Wir:"Nö, passt du wohl nicht"
Er:"Dann fährt ihr erstmal, dann fähr ich gleich"

Warum wird hier das Wort "fährt" benutzt?
In meinen und Jans Augen musste es "fahrt" heissen.
Es heisst ja Aufzug fahren und nich Aufzug fähren.

Ich fähre
Du fahrst
Er/Sie/es fahrt
Wir fähren
Ihr fährt
Sie fähren

Ich schrei mal lieber nich zu laut. Nachher ist es so eine komische Konjunktiv 9 Imperfekt Passiv Akumulations Apossition, oder so was. Und es war doch richtig.
Das wär ja was.

Das gleiche gitbs ja nochmal mit wiegen/wägen und noch anderen Beispielen die ich leider vergessen habe/vergas.
Ist ja auch egal.

Was war noch heute?
Jo, Milchküche.
Da wird Milch gemacht.
Die Kühe kommen auf der einen Seite der Maschine rein.
Dann wird gehexelt. Zack!
--> Milch
Wir klopften an die Tür.
Eine Frau öffnete die Tür.
Sie war etwas dicker. Hatte einen großen Resonanzraum.
Frau "Hahahahahhaha Huhuhuhuhuhu Hahahahahha. "
Wir: "???"
Frau:"Hahahhahahah. So wie ihr, hat noch nie jemand angeklopft."
Wir: "????????"
Frau: "Harharharhahahaha. Ist das alles für uns?"
Wir: "???????????? Nein!"
Frau: "Dann kommt mal mit. Hier entlang. (+ 20 mal Haha)"
Wir: "??????????????????? Alles klar."
Wir lieferten die Pakete ab.
Wir wurden begleitet von einigen Hahas.
Frau:" Ist das alles für uns."
Wir:" Nein." (So langsam kam ich mir verarscht vor.)
Wir:" Das ist fürs Labor in der Psychatrie."
Frau: "Psy... Psy... Psych... Hahahahahhahahahah."

Was hat die Frau genommen???

Das war irgendwie ein Schlüsselerlebnis. Ganz komisch diese Frau.

Mittagessen:
Vorspeise: Eine sehr leckere Kartoffelsuppe
Hauptgang: Schweinerückensteak mit ner würzigen Sauce mit Gemüse.
Sehr gut. Sehr sehr gut.
Während des Essens gesellten sich unser Chef und eine PTA zu uns.
Pharmazeutisch Technische Assistentin.
Small Talk.

Themen: Fahrräder, Doping, Sport, Doping, Sportlergehälter und das übliche Blabla.

Nach dem Essen arbeiteten wir noch ein wenig.
Dann mussten wir zum Einführungsgespräch.
Da wird besprochen und auf einem Zettel notiert, was man alles kann und weiss, dasfür den Job relevant sein könnte.
Formalia.

Dr. Incredib las vor.
Okay. Er las eigentlich nur einen Punkt vor. (von 12)
Dann schlug Jans große Stunde.
Wie in der Schule freute er sich als er die weiteren Punkte vorlas.
Nun weiss Dr. Incredib das Jan lesen kann.

Jan betonte die Fett geschriebenen Wörter stark.
Die GROß geschrieben Worte auch.
Er spulte sein ganzen Repertoire ab. (Ja, das wird so geschrieben)
Er spielte keck mit den Tonlagen.
Hob die Stimme am Ende von Fragesätzen.
Senkte sie bei Aussagen.
Herrlich. Unglaublich wie Jan die Worte beherrscht.
Im Hintergrund säuselte der Wind. Eine Violine, in der Umgangssprache als Geige bekannt, spielte eine zarte Melodie. Dr. Incredib und ich tanzten im Klange von Violine und Jans bezaubernder Stimmte einen für Außenstehende unglaublich anmutend wirkenden Tanz.

Eigentlich war es so geplant, dass Dr. Incredib ein Gespräch mit Jan und mir führt.
Es schien mir aber so als führe Jan das Gespräch mit dem Chef und mir.
Etwas verwundert war ich als Jan letztendlich doch Aufstand und den Raum verließ.
Ich hatte erwartet er bleibe sitzen und würde uns aus dem Raum bitten.


Zla Zla
Zack Licht an
Zack Licht aus
Das wars für heute!

Montag, August 14, 2006

Zehnter Arbeitstag

Aufgrund des gestrigen Kirmes-Abschieds-Feuerwerks kann ich heute keinen Bericht über den Tag verfassen.
Durch zu wenig Schlaf am gesamten Wochenende war ich heute sehr müde.
Ich hatte ebenfalls keine Lust zu arbeiten.
Das sind die Momente an denen Zivildienst richtig suckt.
Trotzdem werde ich nun einen Bericht schreiben.
Ach nee, doch nicht.
Oder doch?
Nee, doch nicht!

Dr. Incredib betonte heute wie kacke alle sind (außer Jan und meiner Wenigkeit), erläuterte das nix funktioniert und das sich einiges ändern muss.

Mittagessen:
Tortelini mit Lachs Stückchen und noch son komisches Gemüse-Gedöns.
War lecker.

Fertig für heute.
Ich werde mich nicht mit scheiß Montagen anfreunden können.

Lieber Bier trinken als Quark reden.
Und das werde ich jetzt tun.

Freitag, August 11, 2006

Neunter Arbeitstag

Dieser Tag war echt mal für den Arsch.
Die ganze Zeit hin und her gelaufen.
Stress ohne Ende. Gerade ma eben so Zeit gehabt für das Mittagessen.
Im großen und ganzen war der Tag also Scheiße.

Aber es gab auch Lichtblicke:

Heute morgen war Bescherung.
Jan und ich bekamen von Dr. Incredib nigel, nagel, neue Handschuhe.
Hat jemand jemals die Worte "nigel, nagel, neu" geschrieben. Wie scheiße sieht das denn aus.
Ab jetzt werd ich diese Worte nie nicht niemals nie mehr schreiben.

[Da sich viele Leser beschwert haben, dass die Berichte zu lang seien, werd ich nun kürzen und nicht den ganzen Tag beschreiben. By the way: Ich habe heute Kartoffeln mit Sahne-Hering gegessen. War okay.]

Als wir dann mit unserer Arbeit in der Apotheke fertig waren, mussten wir irgendwie ins Krankenhaus kommen.
Die zurückzulegende Strecke beträgt ca. 400m.
Wir entschlossen uns zu rennen.
Jetzt denkt der gewitzte Leser:"Warum rennen die Trottel denn?"
Ja, lieber Leser, es ist so, dass es just zu diesem Zeitpunkt geregnet hat.
Es hat sogar ziemlich geplästert. Verdammt, noch son scheiß Wort, das aus meinem Hirn gestrichen werden muss. Das Wort "geplästert" sieht ja noch beschissener aus als "nigel, nagel, neu".Egal.
Wir kamen also unten an.
Und wir waren nass. Sehr nass. Wir lachten ein wenig wie dumm wir sind und fragten uns warum wir kein Schirm genommen haben.
Doch dann viel uns etwas ein.
Wir hatten den Hubwagen oben vergessen.
Sonne Drecksscheiße. Naja, ich entschloss mich hochzurennen.
Ich spurtete los. Aber da hab ich die Rechnung ohne den Fahrer des Siebener BMWs gemacht.
Er stellte sich direkt in meine Laufrichung. Das war sehr dumm, denn ich kam nicht mehr vorbei.
Nun war ich klätsch-nass. (Was ist denn "klätsch" schon wieder für ein Wort????)
Ich lief nun ganz normal noch oben. Rennen war mir dann doch zu blöd.
Ich war geduscht. Blablabal, scheiß kacke arsch!

[Hier würde eigentlich die Beschreibung des ganzen Tages stehen. Da hab ich aber keine Lust drauf]

Am Ende entschlossen wir uns dazu eine Trockeneisbombe zu bauen. Genauer gesagt zwei Bomben.

Die erste ging nicht hoch. Beziehungsweise ging nicht sofort hoch. Sie ging erst hoch als ich daneben stand und mit einem Besen draufgehauen habe. Da hab ich doof geguckt.
Jan hat gelacht.

Die zweite Bombe ging hoch. Sogar relativ spektakulär.
Ein gewisser Jan wollte die Flasche gegen die Rückseite einer Garage werfen. Doch Jan traf die ca. 15m breite und 3m hohe Rückwand nicht.
Wie soll man die auch treffen. Is ja quasi unmöglich eine 45m² große Fläche aus 10 Metern Entfernung zu treffen.
Die Flasche flog in einem hohen Bogen darüber.
Was ist denn wohl hinter der Garage?
Genau. Ein Parkplatz.
Welcher Parkplatz?
Genau. Der Chefarzt-Parkplatz.
Erst guckten wir uns dumm an. Dann liefen wir ein wenig wie aufgescheuchte Hühner umher.
Dann guckten wir aus dem Fenster. Versteckten uns ein wenig. Aber echt nur ein wenig.
Dann kam der Knall.
Komischerweise mussten wir lachen. Da es so komisch war das wir lachten, lachten wir erneut.
Ein Teufelskreis.
Ein Teufelskreis aus dem wir uns aber befreien konnten.
Da aber ein Teufelskreis ein Kreis ist, aus dem man sich nicht befreien kann, ist der Satz vor dem zuvorigen Satz dumm. Eigentlich ist "Ein Teufelskreis." auch kein richtiger Satz. Wo ist denn das Prädikat? (Auch Tu-Wort genannt für die, die das Wort "Prädikat" nicht kennen)
Somit ist der Satz vor dem Satz, vor dem Satz vor der Klammer genau so dumm wie der Satz, vor dem .... ach fuck, is mir doch scheiß egal. Der scheiß Teufelskreis soll dich doch seinen verdammten Kopf in den Arsch schieben.... Mein Gott!

Um mal zum Ende zu kommen.
Es wurde kein Auto getroffen. Als verlief sozusagen nach Plan.

So, jetzt ist erstmal Wochenende angesagt.
Das haben wir uns auch erstmal verdient.

Donnerstag, August 10, 2006

Achter Arbeitstag

Für mich war der achte Tag bisher der beste Arbeitstag.

Es lief irgendwie alles ziemlich glatt heute.
Anfangs bekamen wir die Aufträge für den Tag.

1 Karton 20*250ml NaCl (Natriumchlorid)
1 Karton 10*500ml Pädriatische Lösung
1 Karton 20*100ml NaCl Ecoflac

dazu kamen dann noch 10*5l Bodendesinfektionszeug und einige kleinere Kartons fürs Labor.

Hätte man sich angestrengt wär man locker in ner Stunde fertig gewesen. Mit packen und wegbringen.

Wir liessen uns Zeit. Das Zeugs musste bis 11 Uhr gepackt sein. Wir hatten also Freizeit zwischendurch.
Was macht man wenn man frei hat?
Genau, man spielt mit Trockeneis.

Anfangs vorsichtig. Später furchtlos.
Trockeneis ist gefrorenes Kohlenstoffdioxid. Es ist -80°C grad kalt. Die Dichte beträgt 1.56 g/cm3. Man kann sich daran verbrennen.
Waaas verbrennen? Das ist doch Eis.
Jo, aber es ist der gleiche Schmerz wie bei einer Verbrennung.
Das können wir bestätigen.

Wenn man auf dieses Trockeneis Wasser kippt dampft es. Es dampft sogar stark.
Natürlich haben wir Videos und Fotos gemacht.
Diese bekommt ihr ganz exklusiv bis zum 10.09.2005 auf dieser Seite:
http://rapidshare.de/files/28888159/Videos_und_pics.ZIP.html

Wir haben aber auch noch einen draufgelegt.

Schon mal ne Trockeneis-Bombe gemacht? Nein? Wir ja!!!

Unsere Arbeitskollegin sagte, dass es nur einen dumpfen Knall machen würde.

Die Flasche explodierte dermaßen heftig.Mit so einer Kraft und Lautstärke hätten wir nicht gerechnet. Okay, der Knall war zwar dumpf, aber so hatten wir uns das nicht vorgestellt.
Wenn man die Flasche in der Hand gehabt hätte wäre diese mit Sicherheit weggefetzt worden. Bis zur Schulter vielleicht. Vielleicht auch nur die Hand. Vielleicht auch nur ein Finger.
Das ist alles Spekulation.

Die Flasche landete 20 Meter weiter und in ihr war ein riesen Loch.
Sie ist quasi nur noch ein großes Loch. Hier --> seht ihr ein Bild von einer Flasche, die wenige Augenblicke zuvor explodierte.
Hierbei handelt es sich um eine 0,5l Flasche von ALDI. In ihr befand sich vorher Orangesaft der Marke Rio D`oro. Der Fruchtsaftgehalt beträgt 100%. Diese Flasche ist Pfandfrei. Ich wiederhole: Diese Flasche ist P F A N D F R E I. Es enstanden also keine Kosten.

Wir wollten den Versuch noch einmal durchführen.
Wir benutzen die bei Versuch 1 nicht geschmolzenen Trockeneis Bestände. Diese waren in einem Radius von 20m auf unsere Versuchswiese verteilt.

Hierbei handelt es sich um eine 0,5 Liter Mineralwasser Classic der cora quelle. Ebenfalls erhältlich bei dem Discounter ALDI. Diese explodierte nicht. Das war sehr schade.
Es lag NICHT an der Plastikflaschensorte, auch wenn es sich hierbei um eine sogenannte Pfandflasche handelt. Dies blähte sichsehr stark auf. Aber es war wenig spektakulär.

Als dritten Versuch nahmen wir ein wenig Trockeneis mit in die Klinik. Jan nahm etwas Eis und eine gefüllte Glasflasche.
Diese Splitterbombe stellte er auf eine Station und rief: "Hilfe, Hilfe, ich steeeerbeee."
Alle Schwestern kamen angerannt. Es kamen auch Schaulustige.
Die Bombe explodierte und schlitze alle Leute auf.
Die Gedärme und Gehirne ..... naja, egal.


Später am Tag liefen wir zu unserem begehbaren Medikamenten Kühlschrank. Wir sahen wie jemand hinein trat. Es war Frau E..
Wir fragten sie ob wir sie einsperren könnten.
Frau E.: "Nein, ich hab Platzangst. Ich schreie dann!"
Jan:"Ach, kommen sie schon. Einmal kurz einsperren."
Frau E.:"Nein,ich möchte das nicht."
Jan schloss die Tür.
Wir lachten ein wenig hämisch.
Sofort erklang ein heller Schrei.
"Ahhhh. Hilfe, Hiiilfe"
Wir öffneten die Tür.
Frau E.:"Jan, du bist echt ein Sauhund."

Dann arbeiteten wir ein wenig.
Aber nicht lange.
Dann machten wir Pause.

Mittagspauseeee:
Ich nahm Schweine Geschnetzeltes mit Kartoffelröstis, Jan nahm Kartoffeln dazu.
Ich aß noch Blumenkohl.

An der Theke bestellte ich.
Ich:" Wieviel Röstis bekommt man?"
Frau Eins:"5"
Ich:"Die sind aber klein. Kann ich ein Paar mehr haben?"
Frau Eins:"NEIN."

Eine andere Frau verteilte das Geschnetzelte.

Ich:"Oh, das sieht gut aus. Kann ich ein wenig mehr haben."
Frau Zwei:"Sie haben schon eine ausreichende Portion. Mehr gibt es nicht."

Arschköppe.
Egal. Ich wurde nicht Hundertprozentig satt.
Aber es schmeckte. Als Nachtisch aß ich Gummibärchen.

Jan wurde satt, glaube ich.
Sauhund.

Dann wurden wir angepiept.
Wir machten unsere Pause zuende.
Jan sprach mit Jutta.
Jutta sagte wir sollen in die Apotheke kommen und zu Jutta gehen.

Wir gingen in die Apotheke und sprachen die erstbeste Frau an und sagten:" Wo is die Judda?"
Die Erstbeste war besagte Jutta.
Wir waren also per Du.
Jutta, Tim. Jutta, Jan. Jan, Tim.
Knick Knack. Alles klar.
Wir erledigten ein wenig Arbeit.

Und dann waren wir um kurz nach Eins mit der Arbeit fertig.

Dann bauten wir Alpha.
Alpha ist ein Ball. Dieser war aus Plastikfolie, die von Klebeband gehalten wurde.
Leider kam die Folie beim Fußballspielen zwischen den Klebestreifen hervor.

Also modifizierten wir Alpha. Aus Alpha wurde Beta.
Beta ist komplett mit Klebeband unwickelt.
Beta hüpfte sogar ein wenig.
Beta war so groß wie ein Handball.
Ich baute auch noch Gamma und Delta.
Gamma war Tennisball groß.
Delta Golfball groß.
Jan der alte Wichser warf alle Bälle ABSICHTLICH(!!!) über den Zaun.

Somit sind Beta, Gamma und Delta für mich gestorben.
Sie sind nichtrichtig tot.Sie haben ja nie gelebt. Halt so im übertragenen Sinne.
Die drei haben jetzt bestimmt ein besseres Leben.

Dann machten wir heute noch unsere AZV.
Arbeits-Zeit-Verkürzung.
Wir beendeten unsere Arbeit also um 14.30 Uhr und fuhren nach Hause.

Heute war ein sehr guter Tag.
Morgen wirds wieder kacke. Ich seh dat schon kommen.


Und abschließend ein Witzchen von Herrn Dr. Incredib:

Wieviele Schwarze braucht man um 10 Toiletten zu reinigen?
Keinen, das ist Frauenarbeit.

Mittwoch, August 09, 2006

Siebter Arbeitstag

Heute haben wir ein bischen rangekloppt um soviel wie möglich zu schaffen.
Es ist eigentlich nix lustiges passiert außer ein Dialog am Ende des Tages.

Tommek vs. Fr. K.
Tommek ist Fahrer.
Fr. K. ist die Vize-Chefin

T:"Ich hab vergessen die Kartons nach Gerthe zu bringen."
K:"Die müssen aber heute dahin."
T:"Ich schaff das aber jetzt nicht mehr. Sagen sie einfach ich habs vergessen."
K:"Es ist ja nicht schlimm wenn man etwas vergisst.Dann muss man das aber ausbügeln."
T:"Ich mach das aber jetzt nicht mehr. Sagen sie einfach dem Chef es ist meine Schuld."
K:"Das muss aber noch gefahren werden!"
T:"Dann fahren sie doch dahin. Sie haben doch bestimmt Zeit."

schönen Tag noch

Dienstag, August 08, 2006

Sechster Tag

Dieser Tag wird als Tag an dem nichts passierte in die Geschichte eingehen.
Da ja nix passierte erfinde ich jetzt einfach ein Paar Sachen.

Heute waren wir in der OP tätig. Dort mussten wir heute direkt operieren.
Nach einer kurzen Einweisung eines Arztes gingen wir kurz aufs Klo.
Natürlich wuschen wir uns die Hände anschließend nicht.
Wir operierten ein wenig rum.
Schauten uns dies und das an.
Jan entfernte irgendein Gedärm und hielt es sich an Oberlippe und Wange und simulierte einen Vollbart. Danach entfernten wir den Darm und ersetzten ihn durch ein Strohhalm.
Wir machten das volle Programm. Wir installierten neue Gedärme. Dann spielten wir Tischtennis mit dem Herzen. Das ist aber doof. Das hüpft immer so doof rum.
Wir vergassen einige Werkzeuge in dem Körper.
Darunter vier Skalpelle, zwei Tupfer, neun Tücher,2 mal Bonbonpapier, einen Hammer und
0,3 Liter Jan-Urin.

Wir nähten alles sorgfältig in den Farben grün und rot zu. Wir benutzen ein Karo-Muster.

Nachdem wir fertig waren schmissen wir einige Gedärme weg die wir nicht unterbringen konnten weg. Auf dem Weg irgendwo hin gab Jan einigen Patienten Kopfnüsse.


Anschließend tauschte Jan Propanol mit Infusionen aus. Wer nicht weiss was Propanol ist, der sollte das mal nach schauen.
Wir lieferten diese manipulierten Fläschchen in die Kinderstation. Jan hockte sich hinter eine Ecke und kicherte immer wenn er sah das wieder jemand eine dieser Flasche erhielt.
Natürlich brachten wir Infusionsflaschen mit Propanol in die Station.
Weil Propanflaschen mit Infusionsflüssigkeit is nicht so lustig. Dann gäbe es ja keinen Effekt für uns.

Nach 2 Feueralarmen, falls Alarme der Plural von Alarm ist, was ich nicht glaube, ich aber jetzt bestimmt nicht nachgucken werde, weil ich eh schon genug Fehler hier rein baue und mir das scheiß egal ist, lösten wir noch einen Bombenalarm aus und machten in der nun leeren Kantine unsere Mittagspause.

Jan aß Lamm. Lamm schmeckt scheiße in der Kantine.
Ich aß Scholle mit Senfsoße. Deliziös.
Jan rastete mal wieder aus und ließ eine Köchin einen ganzen Topf mit Sauce austrinken.
Anschließend kochte er sie. Die eh schon dicke Frau platzte.

Danach wurde Jan zu einem Flitzer. Er zog sich nackt aus und flitzte über alle Stationen.
Mehrere Pfleger rannten ihm hinter her und wollten ihn einfangen.
Diese Pfleger erinnerten mich stark an die Ordnungskräfte in Fußballstadien, die die Flitzer einfangen.

Jan ist nun nicht mehr nach Hause gekommen.
Er übernachtet erstmal in der Psychatrie.
Armer Jan.

Am Nachmittag hatte Jan Freigang.
Wir hatten nix zu tun und nervten ein wenig die Angestellten in der Apotheke.
Wir schmissen abgelaufene Medikamente weg. Unterhielten uns.
Ich würde eher sagen wir laberten die anderen Menschen zu.
Sie waren bestimmt froh, als wir Feierabend hatten.
Ich denke den Satzt "und nun verpisst euch ihr scheiß Arschlöcher" könnte man so deute, dass man uns loswerden will.

Bevor wir gingen installierten wir auf dem Rücken eines Besuchers ein Schild mit der Aufschrift
"Mein Arsch ist Jungfrau! Wie lange noch?" und schickten ihn auf die AIDS-Station.
Mal sehen was draus wird.

Ach ja, ich nehme übrigens ab sofort Bestellungen für Betäubungsmittel auf.
Ihr könnt bei mir auch Abführmittel oder Pilzcreme bekommen.
Wer also seinen hartnäckigen Intimpilz weg bekommen will, sollte sich einfach mal kurz in den Comments verewigen.


Hoffentlich wird es morgen ein wenig ruhiger. Wir haben ja heute so viel erlebt.

Montag, August 07, 2006

Fünfter Arbeitstag

Es ist Montag und der ganze Tag war zum Kotzen.
Heute lief es quasi 8 Stunden nur beschissen.

Fangen wir an:

7.20 Uhr
Jan und ich fahren mit dem Auto auf den Parkplatz.
Jan:"Ach, ich find die Parksituation hier echt gut"
Circa 3 Sekunden später machte der Schrankenmann auf sich aufmerksam.
Er ließ uns bisher ohne Murren und Knurren durch.
Schrankenmann:"Wo ist ihre Parkkarte"
Ich: "Was für ne Parkkarte"
Schrankenmann:" Sie dürfen hier nicht parken. Sie brauchen ne Parkkarte"
Jan:"Wir fahren hier jetzt bestimmt nicht weg. Das interessiert mich nen Scheiß."
Schrankenmann:"Alles klar. Dann notiere ich mir ihr Kennzeichen und geb das an die Geschäftsleitung weiter."

Nachdem ich dann einen scheiß verdammten Parkplatz außerhalb des Geländes gefunden hatte, lief ich ca. 10 Minuten zu der Apotheke.

Dort angekommen arbeitete wir ein wenig, packten eine Palette.
Diese musste dann später kontrolliert werden.
Also holten wir jemanden der das machen darf.

Leider haben wir irgendwas falsch gemacht, sodass wir uns anhören mussten, dass wir besser arbeiten sollen.
Eine Minute später kam noch eine Angestellte die uns sagte, das wir am Freitag Kühlware hätten stehen lassen. Diese stand über das Wochenende ungekühlt rum, konnte aber gerade noch gerettet werden.

Bis auf die Tatsache das wir diese Kühlware nie angefasst haben, bin ich mit der Kritik einverstanden.
Ehhm Moment. Nö, doch nicht.
Die können sich ihre Kühlware in die verschrumpelten Ärsche schieben.

Dann gingen wir zu Conny.
Conny war heute nicht gesprächig. Es reichte gerade einmal für ein kurzes und knappes "Hi".
Jan und ich haben uns nun von Conny getrennt.
Das hat echt keinen Sinn mehr. So braucht man gar keine Beziehung führen.

Also, bisher lief der Tag nicht so gut.
Wir hatten auch fast keinen Spaß an der Arbeit. Soetwas ist immer gut.
Dann ist die Arbeit gleich doppelt scheiße.

Wir machten uns also auf den Weg, die Medikamente zu verteilen.
Glücklicherweise ist ein Aufzug immer noch im Arsch.
Verdammte scheiß kack Pisse.Ist das so schwer in mittlerweile 5 Tagen so einen verkackten Wichsaufzug zu reparieren.
Mein Gott. Scheißladen.

Also durfte ich Treppen laufen.
Treppenlaufen gehört nicht gerade zu meinen Leidenschaften.
Meine Laune war am Tiefpunkt. Ich konnte also ziemlich viele Pakete hochtragen.
Aber naja, ich hab ja sonst nix zu tun.

Jan löste das Problem auf seine eigene Art und Weise. Er legte sich in ein Bett. Simulierte sehr glaubhaft eine Schlaganfall. Er imitierte sogar das Kammerflimmern.
Die Schwester eilten zu ihm.
Die eine fragte ihn wo denn sein Analkatheter hingekommen ist.
Nach kurzer Zeit bemerkten sie, dass Jan auch seinen Front-Kathether nicht mehr "drin" hatte.
Leider musste Jan diese Prozedur über sich ergehen lassen. Er meinte aber das es ne Grenzerfahrung war und er das bei Zeiten wiederholen wird.

Jan ließ sich also in die entsprechende Station bringen, sprang vom Krankenbett, entfernte ein wenig wiederwillig die Katheter und lieferte seine Medikamente aus.
Der Jan kennt scheinbar alle Tricks. Die sich aufregenden Schwestern schlug er kurzerhand nieder.

Der Tag war so scheiße das ich keine Lust habe alles Haarklein zu berichten.
Deswegen komm ich gleich zu den wichtigen Dingen.

Mittagspause
Es gab Schweinebraten mit Kartoffeln und Kohlrabi.
Hat gut geschmeckt.
Jan aß alles auf, steckte sich aber anschließend den Finger in den Hals und lief kotzend durch die Kantine. Das war eklig. Jan sagte er wollte soetwas immer Mal machen.
Die Ärzte spendeten ausreichen Applaus.

[Die folgende Geschichte ist wahr und so passiert]
Dann kam es zu einem Highlight. Soetwas hab ich noch nie erlebt.
Ich wurde angepiept von einer mir unbekannten Nummer.
Ich rief an.

Ich:"Hi hier ist Tim, sie haben mich angepiept"
Mann:"Hallo, hier ist Dr. R. Sind sie der Vorgesetzte der Apothekenzivis?"
Ich:"Nein, ich bin selber Zivi."
Mann:"Ich will ihren Vorgesetzen sprechen."
Ich gab ihm eine Durchwahlnummer.
Der Mann war sehr pampig, was mich ankotzte.

Ungefähr 2 Minuten später traf ich Jan. Wir waren beide alleine unterwegs gewesen, sodass er mir einen Vorfall erläutern musste.

Jan:" Ich hab meine erst Beschwerde bekommen"
Nun wusste ich warum Dr. R. so aufgebracht war.

Jan erzählte:
"Ich bin auf diese Station gegangen und lieferte die Medikamente ab. Danach wies ich die Schwester auf die Tatsache hin, das sie nun schon zum wiederholten Male falsche Medikamente bestellt habe. "
(Schon morgens sagte uns Thomas, das diese Station falsche Sachen bestellt, und wir dann wieder alles abholen dürfen. Man rennt sich für diese Pisser tot, weil die zu dumm sind ordentlich zu bestellen. Somit nahm sich Jan vor das einmal anzusprechen.)
"Die Schwester antwortete mir, das sie alles richtig bestellt habe und das es unsere Schuld sei, weil wir die falschen Medikamten liefern würden."

Ich werde ab nun den Dialog nicht mehr in indirekter Rede wiedergeben. Das ist mir jetzt echt zu anstrengend.

Jan:" Achsooo. Na klar. Immer sind die anderen Schuld. Sie machen alles richtig und wir machen alles falsch"
Jan ging.
Nachdem er nach einer Minute noch einmal an der Station vorbeikam sprach in ein Arzt an.
Dieser Arzt ist als Dr. R bekannt.
Dr. R.: "Haben sie hier gerade so rumgeschnauzt"
Jan:" Nein, ich habe nur gesagt, dass...."
Dr. R.:" Passen sie mal auf. Der einzige der hier rumschnauzt bin ich. Sie sind nur ein Zivi. Sie haben gar nichts zu sagen. Sie sind ganz unten. Der unterste Eimer."
Jan:" Ich brauch mir hier von Ihnen nicht sagen lassen wem ich was zu sagen habe."
Dr. R.:" Nennen sie mir ihren Namen"
Jan:" Nein, sag ich nicht" (Anm. der Red.: Das finde ich schon sehr geil das er seinen Namen nicht sagt und den Wichser-Arzt auflaufen lässt"
Dr. R.:" Sagen sie mir sofort ihren Namen!"
Jan: "Ich sage ihnen meinen Namen nicht. Das wird mir langsam zu viel. Ich gehe."
Dr. R.: "Das wird eine dicke Beschwerde geben."
Jan:" Sie können sich solange Beschweren wie sie wollen. Das interessiert mich nicht."
[Wahrer Teil Ende]

Nachdem er mir die Geschichte erzählt hatte musste ich ein wenig lachen.
Jan wollte seine Aggressionen los werden.
Wir gingen in die Badeabteilung. Ich glaub hier werden die Leute gebadet.
Das würde zumindest den Namen erklären.

Dort schnappte er sich eine kleine Oma und ertränkte sie in einem Schlammbad. Den herbei eilenden helfenden Pfleger verpasste er einen Schlag gegen das Kinn. Danach nahm er sich eine Zange und zog jeden Zahn einzelnd raus.
Jan trägt nun einige Zähne als Trophäe um den Hals.

Aber Jan hatte sich ja noch eine Trachtprügel abzuholen.
Wir gingen in Dr. Incredibs Büro.
Wir erzählten die Story. An den witzigen Stellen lachte Dr. Incredib. Wir diskutierten ein wenig über Psychologie, Kommunikationsebenen und über die Art und Weise der Organisation eines Krankenhauses.
Der Chef, wie wir ihn auch nennen, entließ uns mit den Worten:" Machen sie weiter wie bisher!"

Wenigsten er ist auf unserer Seite.

Nachdem wir unseren Arbeitstag beendeten stellten wir mal wieder eine mit Propangas gefüllte Flasche in einem Koffer in den Dortmunder Hauptbahnhof.
Mal schauen was die Polizei diesmal damit macht.

Am Schluß des Tages hatten wir also doch noch unseren Spaß.

Trotzdem war es ein Scheißtag und ab morgen werde andere Seiten aufgezogen.
Dr. R. kann sich in Zukunft seine Medikamente selber abholen. Denn Wichser beliefern wir nicht mehr. Und von mir aus kann er sich so oft beschweren wie er will.
Er kann froh sein das Jan ihm nicht mit einem Baseballschläger auflauert.
Mal schauen was Dr. R. sagt wenn er heute nach Hause kommt. Wir haben eine Kollegin gebeten bei ihm zu Hause anzurufen und sich als Affäre auszugeben.
Ich könnte mir vorstellen das die Frau sehr sauer sein wird.

das wars dann für heute.

Freitag, August 04, 2006

Vierter Arbeitstag

Endlich Freitag

Nocheinmal Gas geben und dann Wochenende.
Wie immer kamen wir hoch motiviert an der Apotheke an. Gestern räumten wir ja ein wenig unsere Arbeitraum auf, sodass wir uns heute an dem Anblick erfreuen konnten.

Dann gingen wir zur Poststelle im Krankenhaus. Als wir nach 3-4 Minuten Fußweg da waren, bemerkten wir, dass wir den Schlüssel für unser Fach vergessen haben. Dumm!
Jan ging zurück.Holte den Schlüssel. Anschließend besuchten wir Conny. Wir redeten mit Conny. Conny erkannte auf meinem Namensschild meinen Nachnamen und übertrug diesen direkt auf meine Größe. Das war natürlich sehr kreativ.
Den Satz "Ach, du heisst mit Nachnamen Groß und du bist groß" hab ich natürlich vorher noch nieeee gehört.
Dann kam Matthias. Matthias arbeitet mit Conny in der gleichen Abteilung.Matthias ist etwas älter als Conny. 25 vielleicht.

Jan stellte zu der Beziehung Conny - Matthias eine interessante Theorie auf:

Matthias verliebte sich direkt in Conny, als diese in der Buchhaltung anfing. Er hat ein Ritual. Er geht jeden Tag in Connys Büro und quatscht mit ihr.
Leider hat Matthias mit ihr eine Freundschaft aufgebaut und hat den Moment verpasst mal mit ihr Essen zu gehn, oder sonst was zu machen um auf die Liebesschiene zu kommen. Tja, Pech gehabt.
Als Matthias heute in Connys Büro kam verzog er ein wenig sein Gesicht. Denn er hatte nicht damit gerechnet, dass die neuen Platzhirsche da sind.JAN UND TIM!!!
Man sah sofort das es ihm nicht gefiel, dass wir uns mit Conny unterhielten.
Auf Connys Frage ob er nicht reinkommen wolle antwortet er zickig: " Nein, ich wollte nur einen Kaffee holen".
Matthias mag uns nicht. Das ist sehr lustig. Aber WIR sind die neuen Platzhirsche.

Zurück in der Apotheke warteten wir auf Arbeit. Diese Arbeit kann uns nur gegeben werden wenn jemand (meist der Mensch, der an der Poststelle war) zur Information geht und dort Anforderungsscheine abholt. Da steht dann drauf was die Stationen erhalten sollen.

Dummerweise hatten wir auch das vergessen. Dumm!
Die Information ist in der Nähe der Poststelle.
Jan rannte dorthin, denn wir hatten Zeitdruck.
Wir fingen also etwas später als gewöhnlich an richtig zu arbeiten.

Mittlerweile haben Jan und ich das packen schon relativ gut drauf. Wir sind in der Lage das bereits gesammelte Wissen anzuwenden und können somit in einem unglaublichen Tempo arbeiten.

Irgendwann schaute Dr. Incredib vorbei. Dieser hatte sich einen Nagel eingerissen. Ich sagte ihm er könne dann jetzt Feierabend machen, da man so nicht arbeiten könne.
Er bedankte sich und fuhr fort das er nicht gehen könne da die Frauen nicht in der Lage sind die Apotheke zu führen.
Dr. Incredib ist auch soetwas wie ein Platzhirsch.

Dann hatte ich das Vergnügen Zytostatika weg zu bringen.
Als ich im Auzug stand stieg eine Oma ein. Sie war sehr nett. Sie schaute auf die Box und sagte:"Ach, das ist ja für meine Chemo". Sie freute sich richtig das ich die Box vorbeigebracht habe. Schon heftig das die Oma trotz der Chemo so gut gelaunt und so freundlich war.

Zurück an der Apotheke brachte ich leere Boxen weg um anschließend wieder zurück ins Krankenhaus zu gehen, da wir nun verteilen mussten.
Nach den 9 Monaten Zivi werd ich professioneller Walker.
Sieht zwar scheiße aus, aber was solls.

Heute hatten wir Glück. Um auf gewisse Stationen zu kommen kann man nur einen Aufzug benutzen. Dieser Aufzug hat 2 einzelne Aufzüge. (Heisst das dann Doppel-Aufzug? Halt zwei nebeneinander!)
Glücklicherweise ist einer defekt. Und noch besser ist, dass mit diesen Aufzügen das Essen gefahren wird.Und Kranke auch. Und Besucher. Und generell alle die zu faul sind 5 Treppen zu laufen.
Wir hatten nach 15 Minuten warten endlich einen Aufzug erwischt. Im ersten Stock wurde unsere Fahrt unterbrochen. Ein Pfleger mit einem Patienten in einem Bett bestand darauf das wir aussteigen. Dem Patienten ging es nich so gut.
Okaaay, wir steigen aus.
wir warteten wieder. Der Aufzug hielt nach einigen Minuten. Er war voll. Wir passten nicht mehr mit unserer Palette und unserem Alu-Wagen in den Aufzug.
Jan:"Wir warten jetzt schon sehr lange. Könnten sie vielleicht aussteigen"
Schwester:"Entschuldigung sie mal bitte. Wir haben Vorrechte. Unsere Zeit ist wichtiger als eure. Wir fahren Patienten. Ihr fahrt nur Medikamente"
(Die Ironie daran ist ja, das die Schwester ohne Medikamente keine Patienten mehr zu fahren hätte aber daran hat sie nicht gedacht)
Jan platze der Kragen. Also nicht in echt. Er hatte keinen Kragen. Er hatte ja ein T-Shirt an. Das war eine Metapher.
Jan:"Sie scheiß Schlampe. Soll ich ihnen mal zeigen wie wichtig meine Zeit ist"
Aus einer Box entnahm er eine Flasche die mit der Aufschrift "Vorsicht - Stark ätzend" versehen war. Er öffnete diese, nahm den Kopf der Schwester und sprach: " Hier, friss das du Luder"

Der Jan ist teilweise recht agressiv.

Nach ein Paar Minuten kam dann endlich unser Aufzug.
Wir entluden unsere Pakete in der einen Abteilung. Danach mussten wir in die Abteilung eine Etage tiefer.

Als wir dann wieder auf einen Aufzug warteten viel uns etwas auf.
Bist du im Aufzug, bist du der König. Wartest du, bist du der letze Lump.
Das Leben ist hart.

Etwas später fuhr ich in die Neurologie. In die Neurologie 3.
Ich ging ins Schwesternzimmer und fragte wo ich die "Sachen" hinstellen soll.

Die junge Schwester sagte mir, dass sie auf den Schrank gestellt werden müssten.
Sie war sehr nett. Wir redeten ein wenig während ich die Infusionen auf den Schrank stellte.
Dann machte sie den Namensscherz. "Hahaha. Du kommst ja ohne Probleme mit den Paketen auf den Schrank. Ach, und du heisst Groß und du bist groß."
Oh mein Gott. Zweimal der gleiche Witz an einem Tag. Das war mir zuviel.

Dann war es soweit.
Mittagszeit.
Ich aß Gnocci mit Basilikumsauce und als Vorspeise eine Chámpíóncrémésuppe, dazu eine Cola der Coca Cola Inc..
Die Gnocci werden übrigens N-jo-ki ausgesprochen. Man sagt nicht N-jo-tschi.
Man sagt auch eigentlich Zu-kini und nicht Zu-chini, geschweige denn Zu-tschini.
Bitte lernt es! Wer nocheinmal N-jo-tschi in meiner Gegenwart sagt, dem Steck ich 50 N-jo-ki in den Arsch und anschlißend schneid ich ihm die scheiß Kehle durch. (Puhh, das war mal nötig)
Jan aß ein Baguette. Er konnte sich mit keinem Gericht anfreunden.
Da er kein Gericht fand das ihm gefiel, tellte er sich auf die Theke und urinierte laut schreiend auf das Essen.
Zum Glück hatte ich meines schon.

Während des Essens ging dann natürlich der Pieper. Wenn es läuft, dann aber richtig.(Das hab ich übrigens auch gedacht als Jan pissend auf der Theke stand)

Ich suchte ein Telefon und erfuhr das es nix wichtiges war. Warum ich dann angepiept wurde ist natürlich eine andere Geschichte.

Wir aßen auf, machten noch etwas Pause.

Anschließend erledigten wir ein paar Kleinigkeiten. Nix erwähnenswertes. Mist, jetzt hab ich es ja schon erwähnte. Welch ein Teufelskreis.

Als wir dann später in der OP waren und etwas abliefern sollten geschah etwas sehr lustiges. Für mich war es lustig.
Thomas, der auch mit uns unterwegs war, wollte die Palette ablassen.
Vorher sagte er noch "Füße weg". Er lies die Palette ab und quasi im selber Moment fing Jan laut an zu schreien. Ich dachte erst Jan macht nur Spaß. Ich musste erstmal lachen.
Jans Kopf wurde rot. Er schrie "Macht die Palette hoch, mach die Palette hoch!"
Nachdem die Palette gelifted wurde hüpfte Jan ein wenig durch die Gegend. Ich lachte immer noch.
Jan hatte Schmerzen. Das sah man.
Thomas sagte etwas zickig das wir doch mal auf ihn hören sollten.
Ja gut, manchmal vergessen wir halt zuzuhören aber da sich Jan den Fuß klemmte, war es mir die Sache wert.
Ich hatte meinen Spaß.

Gegend Nachmittag fuhren wir dann noch einmal Medikamente durch die Gegend.
Bewusst nahm ich mir einen Rollwagen mit Boxen die zu Stationen gebracht werden sollten, die mir noch nicht so bekannt waren.
Denn ich will ja etwas lernen. (Oh man hört sich das gay an)

Gegend Nachmittag fuhren wir dann noch einmal Medikamente durch die Gegend.
Leider nahm ich mir einen Rollwagen mit Boxen die zu Stationen gebracht werde sollten, die mir noch nicht so bekannt waren.
(So ist es besser!)

Ich hatte 8 Boxen. Eine Stunde später hatte ich diese dann weg gebracht.
Ich hatte mich in einem Krankenhaus verlaufen.
Das kann lustig sein. Denn eigentlich kennt sich niemand im Krankenhaus richtig aus. Man kann also nicht auf Hilfe hoffen. Ich hatte nun schon mit dem Leben abgeschlossen.
Fuhr wie in Trance durch die Gegend. Ich hatte möglicherweise auch Halluzinationen und sah Fata Morgana. (Fata Morgana ist der Name eine türkischen Pflegerin.)
Irgendwann packte mich der Ehrgeiz und ich lieferte alles ab.
Mit ein wenig Hilfe versteht sich.

Einmal half mir auch der Kauz, den wir jeden Tag sehen.
Gestern begrüßte er uns mit dem Wort "Ficköööön", heute sagte er "Alles fit im Schrrrrrritt?
Jan mag ihn nicht. Jan hasst ihn. Das sagt er immer wenn er ihn sieht.

Nachdem Jan zwei Rentner zusammen schlug, da diese nach dem Weg fragten beendeten wir unseren Arbeitstag und damit auch unsere Arbeitswoche.

Wir haben viel gelernt. Obwohl wir nichts lernen wollten.
Wir haben viel gesehn. Obwohl wir auch drauf hätten verzichten können.
Im großen und ganzen war die erste Woche okay. Wir hatten viel Spaß.

Aber wir haben uns in der Mittagspause mal etwas ausgerechnet.
Wir sind 9 Monate Zivis. Davon 20 Tage Urlaub. Entspricht einem ganzen Monat.
Jan und ich sind jeweils eine Woche auf einem Einführungsseminar.
Somit sind wir 7,5 Monate zusammen Zivis.
Das sind 1155 Stunden die wir zusammen verbringen müssen.

Ich tue mir jetzt schon leid!

Schönes Wochenende.

Donnerstag, August 03, 2006

Dritter Arbeitstag

Kennt ihr das wenn ihr aufsteht und wollt das der Tag vorbei ist?

Ich kenn sowas jetzt nicht unbedingt aber trotzdem war der heutige Tag recht überflüssig.
7.30 Arbeitsantritt - erstmal Post holen im Kinderkrankenhaus, dann Post holen im Haupthaus, dann aufräumen im Raum wo die Paletten und Wagen ankommen. Keine Ahnung wie der Raum heisst.Is mir auch Scheiß egal.

Nachdem wir ein bischen Kram erledigt hatten mussten wir in die Buchhaltung.
Wir dachten das uns da jetzt ne alte Schachtel erwartet. Also keine alte Holz- oder Pappschachtel sondern ne alte Frau - logisch -
Aber nein! Uns erwartete Conny. Conny is jung. Ziemlich jung. 12 oder 13 vielleicht. Der letzte Satz war gelogen. 23 Jahre ist Conny in echt.

Jan und Ich im schon zuvor eingeübten Chor : "Hallo, wir sind die neuen Apotheken-Zivis. Wir sollen hier was abholen"
Conny sprang auf und kam uns entgegen.
Conny:"Hallooo. Ich bin die Conny"
Ich:"Hi, ich bin Tim."
Jan:"Hi, ich bin Jan."
Conny:"Und ihr seid die neuen Apotheken-Zivis...." Ich weiss gar nicht mehr was Conny alles erzählt hat. Conny spricht auch schnell. Nich so schnell wie Murat. Aber trotzdem noch schnell.

Es gibt eine Studie das Männer, wenn sie mit Frauen mit hohen Stimmen sprechen ihr Gehirn abschalten und nicht mehr zuhören.
Hab ich dann einfach mal gemacht.
Conny sieht auch besser aus als ihre Stimme sich anhört, obwohl Conny keine nervige Stimme hat.

Neben Conny saß ein Mann. Ein dicker Mann. Der dicke Mann sagte nicht viel. Aber was soll er auch sagen. Conny hat soweit alles gesagt, was zu sagen war, glaub ich.

Zurück in der Apotheke erfuhren wir das der dicke Mann ein Ein-Euro-Jobber ist. Dieser Euro-Jobber sagte zu Beginn seiner Arbeitszeit bei Conny das er keinen Bock hat und nur da ist damit er weiter Arbeitslosengeld erhält.
Aaaaarmes Deutschland.
Eigentlich könnte man den dicken Mann schlachten und nen schönen Grillabend machen.Ja, das wärs.


Anschließend saßen wir ein wenig rum. Aber wenigstens auf hohem Niveau.
Jan entdeckte anschließend seinen Trohn. Sein Thron ist eine in der Luft quasi schwebende Palette.
Natürlich schwebt die Palette nicht. Paletten können nicht schweben. Wer sowas sagt lügt.
Die Palette is in einem Paletten-Regal. Kein Bock das jetzt weiter zu erklären.
Wer sich dafür interessiert kann ja mal Paletten-Befestigungs-Systeme bei Google eingeben.

Ach, habt ihr nix gefunden??? Das is aber komisch.

Weiter im Text.

Wir saßen ein wenig rum. Jan auf seinem Trohn. Ich auf nem Stuhl. Thomas auch auf nem Stuhl.
Irgendwann kam dann Dr. Incredib. Mit ihm unterhielten wir uns über die Frauen Situation im Krankenhaus. Auch ihm ist bereits aufgefallen das hier viele junge,engagierte Ärztinnen arbeiten. (Ärztinnen hört sich bekloppt an. Scheinbar war das Wort "Arzt" nicht dafür gedacht um es zu Feminisieren, falls man das so nennt"
Dr. Incredib sagte das es zwar viele weibliche Ärzte gibt, aber nur männliche Professoren.
Hmmm....


Später kam dann ein Fahrer der Essens-Ersatz brachte.
Diese Dinger sind scheinbar eine echte Alternative zum richtigen Essen. Pro ml eine Kalorie. Das ist viel. Da kann man viel Zeit sparen.
Der Fahrer stellte die Palette an den Bestimmungsort.

Fahrer:"Wie läuft das jetzt. Räumt ihr die Palette leer?"
Ich:"Nene, kannst du ruhig machen!"
Fahrer:"Grummel brummel hm brummel grummel"

Nachdem ich sagte das es nur ein Spaß war räumten wir die Palette ab.
Der dumme Arsch (nicht Jan, sondern der Fahrer) stand die ganze Zeit daneben.
Später erfuhren wir das der Fahrer verpflichtet ist die Palette einzuräumen.
Arsch. Wenn ich die Chance hätte würde ich ihn mit dem Kalorien-Pulver zum platzen bringen.

Dann drehte Jan auf einmal auf.
Er vertauschte absichtlich Abführmittel mit Kalorien-Pulver.
Jetzt sitzt da irgend son Wurm der zunehmen wollte und muss ständig aufs Klo und der dicke Mann aus Connys Büro wird immer dicker. Ab morgen heisst der dicke Mann dann fetter Mann.
Auf den Jan muss man auch immer ein Auge haben.Den kannste nicht alleine lassen.

Dann mussten wir wieder ein Paar Sachen im Haus verteilen.
Wir hatten es ziemlich eilig da wir Zytostatika für Chemotherapien abliefern mussten. Verständlicherweise sind die wichtig.
Wir standen im Aufzug, mussten eh schon lange warten.
Dann kam sie.
Eine niedliche kleine Oma wollte in UNSEREN Aufzug.In UNSEREN für 20 Leute und 3500kg ausgelegten Aufzug.
Sie hatte so einen kleinen Wagen. Nein, flink war sie nicht.Sie war sehr langsam.
Ich wollte auf sie warten.
Jan wollte losfahren. Doch die Oma war ein Fuchs. Natürlich kein richtiger Fuchs. Sie war ja ne Oma. Eine listige Oma. Sie schob ihren kleinen Wagen in die Tür.
Jan legte seinen Das-kotz-mich-an Blick auf. Schnappte die Oma. Klemmte sie in die sich nun schließende Tür ein.
Wir waren nun zu zweieinhalbt im Aufzug.
Jan und Ich waren drinn. Die Oma halbt drin halb draußen.
Jan schlug ihr viermal feste ins Gesicht und setzte anschließend zu einem Chokeslam an. Beim Chokeslam wird der Gegner, in diesem Fall die Oma, am Hals gapackt, in die Luft gehoben und dann auf den Rücken nieder geworfen.
Anschließend stellte Jan noch den Wagen nach draußen und wir fuhren weiten.
Ein Schelm, dieser Jan!

Irgendwann Vormittags waren wir dann auch noch in der Kinderklinik.Wir brachten dort unter anderem 60 Liter Infusionen hin. In Glasflaschen.
Die durften wir dann wieder mitnehmen.
Dreckspack. Später mussten wir dann wieder 60 Liter Infusion hinbringen. In Plastikflaschen.
Scheiß Dreckspack.
(Das Wort "Dreckspack" bezieht sich nicht auf die Kinder die da liegen und die Infusionen brauchen. Im Gegensatz zu Jan mag ich Kinder. Jan hasst Kinder. Ich rege mich nur über die Person auf die das Zeug falsch (!!!) bestellt hat.)



Traritrara --> Mittagspause:

Schnitzel mit Championsauce, Kartoffeln und mit Käse überbackenem Blumenkohl.
Mein Teller war sehr gut gefüllt. Ich aß alles auf.
Jan aß Schnitzel und Kartoffelpüree. Jan hat keine Zähne mehr. Deswegen der Kartoffelpüree.
Ach Moment. Die Oma die Jan verprügelte hat nun keine Zähne mehr. Hab da wohl was verwechselt. Nach unser uns rechtlich zustehenden Pause erledigten wir ein paar Kleinigkeiten.

Dann hatten wir langeweile. Diese Langeweile wurde durch einen Anfall von Langeweile gestört.

Jan versuchte diese Langeweile zu überwinden indem er auf den Gängen Stolperdrähte installierte.

Dann kam die große Langeweile.
Was tun. Genau. Ab in die Oberste Etage. Warum weiss kein Mensch.
Wir setzen uns dann etwas Abseits in eine Sitzecke und lasen Focus und Stern.
Das hatten wir uns verdient.

Später gingen wir zurück in die Apotheke. Dort räumten wir auf. Der Zivi-Bereich sah aus wie ein dreckiger Puff.
Naja,Puff is vielleicht etwas übertrieben.Eigentlich war er auch vorher recht ordentlich, doch nun ist er Blitzeblank.
Wir räumten Paletten um, machten dies und das.Wir ENGAGIERTEN uns.
Über eine Mülltonne installierte ich ein Schild mit der Aufschrift "Jans Schlafplatz".
Hach, was ein Spaß.

Dann kam die wohl sinnloseste Aufgabe die Menschen jemals erfunden haben.
Dienstag und Mittwoch brachten wir ein Paar Medikamente zur Information. Das sind so 4 Minuten Fußweg ungefähr.
Diese holten wird dann heute ab. Dafür brachten wir neue Medikamente zur Information die wir dann morgen abholen werden.
Diese Medikamente werden möglicherweise als Beschwerung benutzt, damit Zettel nich weg fliegen oder so.Nur um das nochmal klar zu machen. Wir laufen dann 8 Minuten durch die Gegend fürn Arsch. Ja gut. Prinzipiell ist es ja eh für den Arsch. Der wird durch das viele Laufen bestimmt knackiger. Die Waden auch.

Ach ja, noch was vergessen.
Heute kamen wir in die Innere Medizin 1 und lieferten ein Paket ab. Als Gegenleistung erhielten wir ein EIS. Ein Joghurt-Eis.
Jan mochte es nicht. Er nahm das Eis und schmiss es der Schwester ins Gesicht.
"Dieses Eis könnt ihr euch in der Arsch schieben."


das wars für heute.



(Alle hier erwähnten Taten die ein gewisser Jan ausführte entsprechen nur zum Teil, meistens aber gar nicht der Wahrheit. Der Autor genießt eine gewisse Freiheit)

Mittwoch, August 02, 2006

Zweiter Arbeitstag

Heute war es ziemlich anstrengend.
Wir mussten viel kreuz und quer laufen, finden uns aber schon relativ gut im Krankenhaus zurecht.
Wer schon mal im St.Joseph war, der wird wissen wie chaotisch es aufgebaut ist.
Scheinbar zueinander gehörige Abteilungen liegen weit auseinander, in jeder Station wollen die Schwestern ihre Medikamente an andern Stellen hingestellt bekommen und man fährt sehr lange Aufzüge.(Nicht die Aufzüge sind lang, sondern die Zeit die man dadrin verbringt)
Heute hat Jan in einem Aufzug einen ausklappbaren Sitz entdeckt. Das is gut. Dann kann man mal sitzen wenn man Aufzug fährt.
Es gibt 2 große Aufzüge. Der erste ist sozusagen der Hauptaufzug. Hier wird auch Essen gefahren und was weiss ich sonst noch so. Auch Besucher.

In diesem Aufzug hab ich heute Murat kennen gelernt.
Murat arbeitet seit 13 Jahren da. Murat is lustig.
Ich kam in den Aufzug und er laberte mich erstmal dicht.
Schnell merkte er das ich ein neuer Zivi bin.
Murat lachte. Murat fragte wie ich heisse. Murat sagte das er Murat heisst.
Murat spricht viel und schnell. Murat hat am Anfang des Satzes auch immer meinen Namen gesagt.
Obwohl wir nur 2 Etagen zusammen fahren sollten, kam es mir länger vor.
"Was machst du denn hier?" fragte ich ihn.
"Isch fahr Teile. [ pause ] Menschenteile, Organe und so. Willste mal sehn"
"Nein Danke Murat"
Ich glaube Murat hat Scheiße erzählt.

Apropos Murat. Im Krankenhaus arbeiten noch einige komische Menschen.
Einer fährt den ganzen Tag Müll durch die Gegend. Ich weiss nich wie er heisst, aber ich mag ihn nicht.
Als wir mit diesem Kauz im Aufzug standen sprach er auch.
Er sagte sowas wie "ficköööön".
Jan sagte nachher zu mir etwas dem ich nur zustimmen konnte:
"Und den Wichser muss ich jetzt jeden Tag sehen".
Dann verzog Jan ein wenig das Gesicht und sagte: "Das kotzt mich jetzt aber an"
Er machte dabei seinen typischen Es-kotzt-mich-an Blick.
Wer Jan kennt, kennt den Blick.


Es gibt ja noch nen zweiten großen Aufzug.
Dieser Aufzug ist am so genannten Hostel-Gang. Wer den Film Hostel kennt der wird den Gang im Folterkeller kennen, wo rechts und links die Räume sind in denen die Menschen gequält werden.
Heute roch es streng in diesem Gang. In einem Raum lag eine Leiche. Diese dünstete schon relativ stark. Es war auch etwas Blut auf dem Gang. Murat hat die Leiche gerade filetiert und hat dann immer die Menschenteile in die OP gefahren.

War nurn Spaß. Der Murat filetiert kein Menschenfleisch. Das ist nich Koscher.


Endlich MITTAGSPAUSE:
Gyros mit Reis und Kräuterdipp
Es war echt lecker. Jan hat seinen Reis nicht auf gegessen. Dann hab ich gesagt dann gibt es morgen Regen. Dann hat Jan gesagt das der Liebe Gott sich um andere Sachen kümmern soll und nicht um seinen nicht aufgegessenen Teller.
Jaja, der Jan.
Das Essen ist immer noch gut. Für 2€ kann man da nix sagen.
Wir sitzen noch ein wenig in der Kantine und reden, doch dann.

"Piep,Piep,Pieeep"
Unser Pager oder wie man die Dinger nennt.
Halt sowas was sonst nur Ärzte tragen,
und Putzfrauen und Schwestern und sonst eigentlich jeder im Krankenhaus (Murat auch)

Das Apothekenlager piepte uns an. Das erkannten wir an der aufleuchtenden Nummer.

Wir also den ganzen Weg von der Kantine bis zur Apotheke. Es geht bergauf. Und es regnete.
Und es ist weit. Und ich verfluche den Berg schon jetzt. Am zweiten Tag.
Kack-Scheiß-Berg.

Wir also zu der Frau gegangen die uns anpiepte.

"Wir haben sie schon mehrmals angepiept."
"Wir haben nix gehört" sagte ich.
"Wir wurden nur einmal angepiept" sagte Jan.
(Der Jan is eher son Draufgänger. Jan hat heute ein Kind die Treppe runtergeschubst weil das Kind nicht Hallo gesagt hat.)


Egal, wir wurden erstmal instruiert (nennt man das so???) was wir zu tun haben wenn der Pieper piept. Wenn man sonnen Pieper trägt sollte man die Nummer anrufen die aufleuchtet.
Einleuchtend.


Am Ende des Tages kam mir noch ne ziemlich gute Idee.
Ich besorge mir so einen Rollstulh mit Motor. Dann fahr ich damit immer durch die Gegend.
Okay, dann sitzt ich mir zwar den Arsch platt, aber besser als laufen.
Warum haben wir überhaupt Beine???? Scheiß Beine!!!
Ich brauch keine Beine. Füße auch nicht.
Menschen brauchen keine Beine!!!!
Dann hätte jeder so eine Rollstuhl.
Die Reichen hätten nen großen Rollstuhl und die Armen hätten was kleineres.
Ein Skateboard oder so. Und die kleinen Menschen könnten sich in nen Rollschuh setzen.
Aber diese Welt wird wohl ein Traum bleiben.


Abschließend ein Zitat von Dr. Incredib:
"Jungen sind Spätzünder und Mädchen Kurzzünder"
So erklärt er wieso sein Junge sitzengeblieben ist und seine Tochter eine Klasse übersprungen hat.

Amen

Dienstag, August 01, 2006

Erster Arbeitstag

Heute um 7.30 Uhr war es soweit.
Arbeitsbeginn

Was zuvor geschah:
Um 7 Uhr habe ich mich mit Jan getroffen.
Wir sind dann zusammen zur Arbeit gefahren.
In einer 2-Mann-Roller-Kolonne.
Nach ein Paar Minuten fahrt sind wir dann angekommen.

Nachdem uns erstmal niemand die Tür zum Apothekenlager öffnete, kamen wir dann doch relativ schnell in das Gebäude. Hier war es. Unser Lebensraum der nächsten 9 Monate. Ein Paar Leute stellen sich uns vor. Bis auf den Namen des Chefs habe ich alle wieder vergessen.
Unser Chef:
Dr. Großart oder wie ich ihn nenne - Dr. Incredib -

Dr. Incredib is immer für nen guten Spruch zu haben. Frauen feindliche Witze sind scheinbar seine Lieblingsbeschäftigung.
Dr. Incredib is froh das nun endlich wieder mehr Männer im Apothekenlager sind.

Apropos Männer
Als Mann gehst du rein, als Zivi kommst du raus:
8.45Uhr - Personalabteilung
Irgendson Spast meinte einfach mal ne Stunde zu früh zu kommen. Daher wartete ich erstmal 10 Minuten bis ich drankam. Nach einigen Formalia, Unterschriften und Blabla hat Frau M. mir dann wieder Tschüss gesagt.
Ach ja die Frau M. Ein sanfter haariger Flaum unterhalb der Achseln sprach mich zwar nich direkt an, aber lustig und nett is sie ja, das muss man ihr lassen. Nach mir war dann ein Typ dran der ziemlich lustig aussah.Es gibt bestimmt Tote, die besser aussehn. Vielleicht war er ja krank oder hatte nen schlechten Tag. War mir egal, ich hab ein Bogen um ihn gemacht und die Luft angehalten.

Zurück an meinem Arbeitsplatz.
Nicht nur Jan arbeitete heute mit mir. Auch Thomas. Thomas is Aushilfe für Alles und ziemlich in Ordnung. Da kann ich mich echt nicht beschweren.
Der hat uns heute erstmal vieles gezeigt.

Die heutige Arbeit war nich so schlimm. Nach einer All-U-Can-Eat Gamba Session gestern Abend war ich zwar heute etwas müde, aber irgendwie gings schon.

An dieser Stelle auch mal ein großes Lob an Jan.
Fleissig wie ein I-Männchen im ersten Schuljahr erledigte er heute viele Arbeiten blitzschnell. Ich frag mich, bei wem er sich einschleimen wollte, gesehen hat seine Bemühungen nämlich keiner ;) (Gut gemacht Jan)
Ich hab mich dann einfach mal hin und wieder auf nen Stuhl gesetzt und Pause gemacht.
Muss ja auch mal sein.

Dann war es endlich soweit:
MITTAGSPAUSE
Ab in die Kantine, Krustenbraten mit Schwenkkartoffeln und Erbsen.
Und ich muss sagen: ziemlich gutes Essen

Ich hatte sogar viel Fleisch. Jan hatte ein wenig viel Fett. Hatte Jan überhaupt Fleisch? Ich weiss es nicht.
Ich glaub ich werde da jeden Tag essen gehn. Sah alles doch ziemlich lecker aus.

Was macht man nach so einem Essen? Genau, man fährt große Alluminium-Boxen quer durchs Haus und stellt sie dann irgendwann ab.
Natürlich wussten wir (Jan und ich) nicht wo, aber wir hatten ja Thomas.
Ich durfte sogar ein Paket alleine weg bringen. Und zwar in die ITS-OP (Intensivstation OP)
Die meinten erst, dass das Paket nicht für die bestimmt sei, aber als Zivi kann man sowas ohne Probleme regeln.

Neben ITS gibts auch noch weitere Stationen.
Hier ein Paar die ich mir merken konnte.
  • IM (Innere Medizin)
  • CHR (Chirugie)
  • ORT (Ortopädie)
  • Interdisziplinär
  • Neurologie
  • Operationsbereich
und bestimmt noch 10 weitere
(@ Topher: Du brauchst kein Comment schreiben falls irgendwas falsch war ;) )

So, das wars erstmal für heute.
Mal schauen was wir morgen so erleben. Wird bestimmt wieder lustig und anstrengend.



 

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